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Igel überwintern

Untergewichtige Igel gehören zum gelungenen Überwintern in menschliche Obhut, Jungigel brauchen mindesten 500 g, um den Winter selbstständig zu überstehen. Der Igel sollte auch in häuslicher Pflege winterschlafen, da es seinem Biorhythmus entspricht, die Zeit der „Gefangenschaft“ entschärft und ihn auf die natürlichen Bedingungen in der Natur vorbereitet. Hilfsbedürftige Igel benötigen häufig tierärztliche Versorgung. Während der notwendigen Pflege und/oder Auffütterung untergewichtiger Igel müssen die Tiere einzeln im Warmen untergebracht sein. Jeder Igel sollte ein „Einzelzimmer“ beziehen, ein ca 2 qm großes Gehege mit Schlafhaus im Wohnbereich oder in einem beheizten Keller. Wurfgeschwister sollte man trennen, sobald sie selbstständig fressen, gleiches gilt für den Winterschlaf, da Igel Einzelgänger sind.

Ist der Igel gesund, alle therapeutischen Maßnahmen abgeschlossen und ein ausreichendes Gewicht erreicht, siedelt der Igel zum Winterschlaf an einen Ort mit Außentemperatur um. Das notwendige Gewicht:  Ein Jungigel sollte 600 – 700 g , ein Altigel1000 – 1200 g auf die Waage bringen.

Winterschlafquartier

Das Igelgehege als Winterschlafquartier gehört an einen Standort mit Außentemperaturen, sonst fällt der Igel in einen kräftezehrenden Dämmerschlaf – da er weder fressen noch wirklich schlafen kann, kommt es zu übermäßiger Gewichtsabnahme.

Ein ausbruchssicherer Balkon, Gartenhaus oder ein geschützt platziertes Freigehege im Garten sind empfehlenswert, Kellerräume sind meist zu warm und daher ungeeignet. Das bisher benutzte Schlafhäuschen kommt in einen größeren Karton (wenn wettergeschützt) oder ein Holzhäuschen mit deckungsgleichem Schlupfloch, zwischen beiden Häusern sowie oben und unten wird mit zerknülltem Zeitungsmaterial isoliert. Igel und Winterhaus werden in das ausgewählte Winterquartier – Gartenhaus etc – gebracht und solange weitergefüttert, bis der Igel das Futter nicht mehr anrührt. Das kann Tage bis Wochen dauern, Wasser steht ständig zur Verfügung.

Schläft der Igel, befestigt man ein Stück Toilettenpapier vor dem Schlupfloch des Schlafhauses – und kann bei den (täglichen) Kontrollen sofort erkennen, ob der Igel erwacht ist und das Haus verlassen hat.

Genaues zum Winterhäuschen – siehe Grafik – unter www.pro-igel.de