Wildtiere Archive - Vet-Team Pottenstein https://vet-team-pottenstein.at/category/wissenswertes/wildtiere/ Dr. Viktoria Remer & Dr. Karin Strasser Mon, 27 Nov 2023 09:43:44 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9 Igel überwintern https://vet-team-pottenstein.at/igel-ueberwintern/ Wed, 22 Nov 2023 17:26:15 +0000 http://vet-team-pottenstein.at/?p=1965 Untergewichtige Igel gehören zum gelungenen Überwintern in menschliche Obhut, Jungigel brauchen mindesten 500 g, um den Winter selbstständig zu überstehen. Der Igel […]

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Untergewichtige Igel gehören zum gelungenen Überwintern in menschliche Obhut, Jungigel brauchen mindesten 500 g, um den Winter selbstständig zu überstehen. Der Igel sollte auch in häuslicher Pflege winterschlafen, da es seinem Biorhythmus entspricht, die Zeit der „Gefangenschaft“ entschärft und ihn auf die natürlichen Bedingungen in der Natur vorbereitet. Hilfsbedürftige Igel benötigen häufig tierärztliche Versorgung. Während der notwendigen Pflege und/oder Auffütterung untergewichtiger Igel müssen die Tiere einzeln im Warmen untergebracht sein. Jeder Igel sollte ein „Einzelzimmer“ beziehen, ein ca 2 qm großes Gehege mit Schlafhaus im Wohnbereich oder in einem beheizten Keller. Wurfgeschwister sollte man trennen, sobald sie selbstständig fressen, gleiches gilt für den Winterschlaf, da Igel Einzelgänger sind.

Ist der Igel gesund, alle therapeutischen Maßnahmen abgeschlossen und ein ausreichendes Gewicht erreicht, siedelt der Igel zum Winterschlaf an einen Ort mit Außentemperatur um. Das notwendige Gewicht:  Ein Jungigel sollte 600 – 700 g , ein Altigel1000 – 1200 g auf die Waage bringen.

Winterschlafquartier

Das Igelgehege als Winterschlafquartier gehört an einen Standort mit Außentemperaturen, sonst fällt der Igel in einen kräftezehrenden Dämmerschlaf – da er weder fressen noch wirklich schlafen kann, kommt es zu übermäßiger Gewichtsabnahme.

Ein ausbruchssicherer Balkon, Gartenhaus oder ein geschützt platziertes Freigehege im Garten sind empfehlenswert, Kellerräume sind meist zu warm und daher ungeeignet. Das bisher benutzte Schlafhäuschen kommt in einen größeren Karton (wenn wettergeschützt) oder ein Holzhäuschen mit deckungsgleichem Schlupfloch, zwischen beiden Häusern sowie oben und unten wird mit zerknülltem Zeitungsmaterial isoliert. Igel und Winterhaus werden in das ausgewählte Winterquartier – Gartenhaus etc – gebracht und solange weitergefüttert, bis der Igel das Futter nicht mehr anrührt. Das kann Tage bis Wochen dauern, Wasser steht ständig zur Verfügung.

Schläft der Igel, befestigt man ein Stück Toilettenpapier vor dem Schlupfloch des Schlafhauses – und kann bei den (täglichen) Kontrollen sofort erkennen, ob der Igel erwacht ist und das Haus verlassen hat.

Genaues zum Winterhäuschen – siehe Grafik – unter www.pro-igel.de

 

 

 

 

 

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Herbstzeit – Igelzeit https://vet-team-pottenstein.at/herbstzeit-igelzeit/ Tue, 05 Sep 2023 09:53:35 +0000 http://vet-team-pottenstein.at/?p=1610 Igel, Mensch und Umwelt Rascheln im Laub und ein paar Knopfaugen und jede Menge Stacheln – diese Begegnungen werden immer weniger. Sterile […]

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Igel, Mensch und Umwelt

Rascheln im Laub und ein paar Knopfaugen und jede Menge Stacheln – diese Begegnungen werden immer weniger. Sterile Gärten ohne Unterschlupf und Nahrungsmöglichkeiten, unachtsamer Einsatz von Gartengeräten, wie z B Tellersensen, Vernichtung der Nahrungstiere wie Insekten, Verknappung an Lebensraum und schließlich der Tod auf der Straße…Igel stehen hierzulande bereits unter Naturschutz und in einigen Gebieten auf der Roten Liste.

Was kann man tun?

Verkehr

Igel sind nachtaktiv, auf der Suche nach Nahrung und Winterquartieren kreuzen Igel in ihren bis zu 100 ha großen Revieren unvermeidlich Straßen. Beim Herannahen eines Autos versuchen sie zu flüchten und werden häufig von KFZs erfasst. Vorsichtiges, bremsbereites Fahren im Siedlungs/Gartenbereich in der Dunkelheit kann nicht nur Igel- sondern auch Katzenleben schonen.

Hilfsmaßnahmen für Jungigel

Jungigel versuchen bis in den November hinein, sich ein Speckpolster für den Winterschlaf anzufuttern. Igel werden mit 6 Wochen selbstständig, sind aber noch nicht sehr geschickt bei der Nahrungssuche. In August/September geborenen Igel – bis zu 80 % sind in der nahrungsarmen Zeit für zusätzliches Futter sehr dankbar.

Fett- und eiweißreiches Futter, wie Katzenfutter oder gekochtes Ei im Herbst/Spätherbst verhilft Jungtieren zur entsprechenden Gewichtszunahme: Jungigel müssen 500 mg auf die Waage bringen, um den ersten Winterschlaf zu überleben.

Achtung, Igel vertragen keine Milch! Genaueres zum Speiseplan ist auf entsprechenden Websites, z.B. www. pro-igel.de nachzulesen.

Futterplatz

Für die Zufütterung in kargen Zeiten sind Futterhäuser am besten geeignet – , wichtig ist, dass Katzen keinen Zugang haben. Gibt man Futterhaus Igel im Internet ein, werden verschiedene Modelle angeboten, genaue Info bietet auch die Website www.pro-igel.de:

https://www.pro-igel.de/downloads/merkblaetter/unterschluepfe.pdf

Da sich bei Futterhäusern häufig mehr Igel einfinden, sollte das Futterhaus 2 Eingänge haben. Boden ist beim Futterhaus nicht nötig, am besten steht es auf alten Gartenplatten, z B aus Waschbeton – was die Reinigung mit dem Gartenschlauch erleichtert – Hygiene am Futterplatz ist wichtig, auch Näpfe sollten täglich gereinigt werden, um eventuelle Ansteckungsgefahr unter den Tieren zu minimieren.

Herbstliches Futter – und Winternestmaterialangebot sind die besten Hilfestellungen zur Vorbereitung des Winterschlafes.

Igelgerechtes Gärtnern

viele Tipps zur igelfreundlichen Gartenarbeit sind bei https://www.tieranwalt.at/de/Der-Igel.htm zu finden…

Winterschlafnest

Zwischen Oktober und Ende November gehen die Igel – möglichst gut genährt – in den Winterschlaf, erst die Männchen, dann die Weibchen, zuletzt die Jungigel. Der Plan ist, die nahrungsarme Zeit zusammengerollt und tief schlafend in einem gut wärmeisoliertem Nest zu verbringen.

Igel sammeln Laub und Baumschnitt, setzen sich in die Mitte ihres Haufens und drehen sich so lang im Kreis, bis ein warmes, wettergeschütztes und stabiles Gebilde entsteht – EIN-IGELN –  eine wichtige Hilfe beim Materialsammeln ist ein naturnaher Garten, der erst im Frühjahr aufgeräumt wird und Igeln und anderen Kleintieren Nistmaterial und Unterschlupf unter Laub, Buschwerk und Hecken bietet.

Igel in Obhut

Untergewichtige Igel gehören zum gelungenen Überwintern in menschliche Obhut, Jungigel brauchen mindesten 500 g, um den Winter selbstständig zu überstehen. Der Igel sollte auch in häuslicher Pflege winterschlafen, da es seinem Biorhythmus entspricht, die Zeit der „Gefangenschaft“ entschärft und ihn auf die natürlichen Bedingungen in der Natur vorbereitet.

Haltung

Hilfsbedürftige Igel benötigen häufig tierärztliche Versorgung. Während der notwendigen Pflege und/oder Auffütterung untergewichtiger Igel müssen die Tiere einzeln im Warmen untergebracht sein.

Jeder Igel sollte ein „Einzelzimmer“ beziehen, ein ca 2 qm großes Gehege mit Schlafhaus im Wohnbereich oder in einem beheizten Keller. Wurfgeschwister sollte man trennen, sobald sie selbstständig fressen, gleiches gilt für den Winterschlaf, da Igel Einzelgänger sind.

Ist der Igel gesund, alle therapeutischen Maßnahmen abgeschlossen und ein ausreichendes Gewicht erreicht, siedelt der Igel zum Winterschlaf an einen Ort mit Außentemperatur um. Das notwendige Gewicht:  Ein Jungigel sollte 600 – 700 g , ein Altigel1000 – 1200 g auf die Waage bringen.

Winterschlafquartier

Das Igelgehege als Winterschlafquartier gehört an einen Standort mit Außentemperaturen, sonst fällt der Igel in einen kräftezehrenden Dämmerschlaf – da er weder fressen noch wirklich schlafen kann, kommt es zu übermäßiger Gewichtsabnahme.

Ein ausbruchssicherer Balkon, Gartenhaus oder ein geschützt platziertes Freigehege im Garten sind empfehlenswert, Kellerräume sind meist zu warm und daher ungeeignet. Das bisher benutzte Schlafhäuschen kommt in einen größeren Karton (wenn wettergeschützt) oder ein Holzhäuschen mit deckungsgleichem Schlupfloch, zwischen beiden Häusern sowie oben und unten wird mit zerknülltem Zeitungsmaterial isoliert. Igel und Winterhaus werden in das ausgewählte Winterquartier – Gartenhaus etc – gebracht und solange weitergefüttert, bis der Igel das Futter nicht mehr anrührt. Das kann Tage bis Wochen dauern, Wasser steht ständig zur Verfügung.

 

Schläft der Igel, befestigt man ein Stück Toilettenpapier vor dem Schlupfloch des Schlafhauses – und kann bei den (täglichen) Kontrollen sofort erkennen, ob der Igel erwacht ist und das Haus verlassen hat.

Genaues zum Winterhäuschen – siehe Grafik – unter www.pro-igel.de

 

 

 

 

 

 

Auswildern im Frühling

Wenn der Igel im Frühjahr abgemagert aufwacht, wird er mit eiweißreicher Kost

aufgefüttert, bis er innerhalb von zwei bis drei Wochen das vorwinterliche Gewicht hat. Das Aussetzgewicht von Jungigeln sollte ca 650 g, das von Altigeln um 1000 g betragen. Junge Igel ohne Erfahrung bei der selbstständigen Nahrungssuche sind vor dem Aussetzen am besten in einem Freigehege aufgehoben – sie können ihre Muskeln trainieren und in geschützter Umgebung schon etwas natürliche Nahrung suchen und hoffentlich auch finden.

Website:

www.pro-igel.de

www.tieranwalt.at

Buchtipp:

Monika Neumeier, „Igel im Garten“

 

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Umgang mit jungen Wildtieren https://vet-team-pottenstein.at/umgang-mit-jungen-wildtieren/ Thu, 24 May 2018 16:30:38 +0000 http://vet-team-pottenstein.at/?p=1423   Junge Wildtiere sind nur selten tatsächlich von ihren Eltern verlassen, für fast alle Jungtiere ist es völlig natürlich, auf die elterliche […]

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Junge Wildtiere sind nur selten tatsächlich von ihren Eltern verlassen, für fast alle Jungtiere ist es völlig natürlich, auf die elterliche Pflege zu warten.

Junge Hasen und Rehkitze werden z.B. nur ein- bis zweimal täglich von ihrer Mutter aufgesucht, Jungvögel starten ihre ersten Flugversuche zwar häufig alleine, sind aber trotzdem nicht verlassen. Sie sind meist mit den Eltern durch Rufe in Kontakt, die größte Gefahr für Jungvögel sind unsere Hauskatzen. Sitzt ein Jungvogel mitten auf einer Straße, wird empfohlen, ihn an einen sicheren Platz in der Nähe des Fundortes zu setzen, dort finden ihn seine Eltern meist wieder. Jungvögel dürfen auch mit der bloßen Hand angegriffen werden, denn Vögel erkennen ihre Jungen nicht am Geruch, anders als bei Rehen und Hasen, deren Jungtiere nach menschlichem Kontakt von der Mutter verstoßen werden.

Die meisten entdeckten Jungtiere brauchen keine menschliche Hilfe, Rettungsversuche bedeuten trotz allen guten Willens großen Stress. Sie werden der tierelterlichen Pflege und in vielen Fällen eines wildtiergerechten Lebens beraubt, da nach der Rettung häufig nur mehr ein Leben in menschlicher Obhut möglich ist.

 

Do´s and don´ts

  • Im Zweifelsfall Hände weg – menschliche Rettungsversuche bedeuten viel Stress für die Tiere und bringen Jungtiere häufig in Lebensgefahr – es sein denn, die Gefahr durch Hunde und Katzen ist größer.
  • Nach der Entdeckung von Jungtieren sollte man sich schnell entfernen, sonst hält man die Eltern von der Versorgung ab.
  • Beobachtungen nur aus sehr großer Entfernung.
  • Verletzte, junge Wildtiere und Jungtiere in unmittelbarer Nähe eines verunglückten Muttertieres benötigen Hilfe!
  • Fachmännische Beratung, da bereits falsches Futter für die meisten Jungtiere tödlich sein kann.
  • Kleinere Tiere wie Jungvögel, die Hilfe benötigen, in eine kleine Kartonschachtel mit Luftlöchern und Küchenrolle setzen und zu Anlaufstellen oder fachkundigen Personen bringen.

 

Mehr Infos:

www.wildtierschuetzen.at

Wildtierhilfe

Greifvogelstation

Fledermausschutz

 

 

 

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Igel https://vet-team-pottenstein.at/igel/ Mon, 18 Dec 2017 10:39:39 +0000 http://vet-team-pottenstein.at/?p=899 It´s Igel-time! Jedes Jahr im Herbst stellen sich TierfreundInnen die selben Fragen: Was tun mit einem gefunden Igel? Braucht er menschliche Hilfe, […]

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It´s Igel-time!

Jedes Jahr im Herbst stellen sich TierfreundInnen die selben Fragen: Was tun mit einem gefunden Igel? Braucht er menschliche Hilfe, und wenn ja, wie kann ich dem Stacheltier am besten über den Winter helfen?

Wann braucht ein Igel Hilfe?
Igel, die Anfang Oktober ca. 200g (rund 14 cm Körperlänge), Mitte Oktober ca. 350g und Anfang November ca. 500g wiegen, können und sollten (je nach Wetterlage!) getrost draußen, in ihrem natürlichen Lebensraum belassen werden. Zur Unterstützung der Gewichtszunahme und als Hilfestellung beim Winterschlaf kann einerseits zugefüttert werden (z. B. Hunde- und Katzenfutter in Dosen, Fruchtzwerge, ungeschwefelte Rosinen, zerdrückte Nüsse, geschälte Sonnenblumenkerne), andererseits sollten und müssen Überwinterungsmöglichkeiten im Garten (z. B. Laub- und Reisighaufen an Obstbäumen und unter Hecken) geschaffen werden.

Aus der Natur zu entnehmen sind: 200g schwere Igel, die im Spätherbst oder Winter aufgefunden werden, verletzte Igel (egal zu welcher Jahreszeit), Igel, die mitten im Winter herumirren (gleichgültig wie schwer sie sind).

Die Körperreinigung
Ist der neue „Hausgenosse“ aufgenommen, sollte er zunächst (bei Bedarf) mit einer warmen Dusche von Flöhen befreit, abgetrocknet und warm gehalten werden. Bei sehr starkem Befall ist diese Prozedur nach 2 Stunden zu wiederholen. Diese erste, reinigende Dusche schont das meist ohnedies schon geschwächte Tier, das eine sofortige medikamentelle Behandlung oft nicht gut veträgt. Im Zweifelsfall fragen Sie bitte Ihre Tierärztin. Eine gründliche Begutachtung des Allgemeinzustandes muss selbstverständlich sein.

Der Speiseplan
Gefüttert wird (bis 800g Körpergewicht ad libitum, d.h. so viel er verdrücken kann, ab 800g 1-2 Esslöffel pro Tag): mageres Rindfleisch, Fisch roh oder gekocht (Gräten klein schneiden oder gründlich entfernen), Hühnerfleisch und Eier niemals roh (Salmonellengefahr), Topfen, Hunde- oder Katzenfertigfutter, süßes, weiches Obst (Birnen, Pfirsiche, Zwetschken, ungeschwefelte Rosinen, gehäutete, entkernte Weintrauben), Avocados, Fruchtzwerge, Alete-Hipp-Obstgläser (oder
Produkte ähnlicher Firmen), Insekten, Asseln, Tausendfüßler, wenig
Mehlwürmer (sind viel zu fett und nährstoffarm) und Zophobas.

Das Igelquartier
Unterbringung: Igel müssen mindestens 2m2 Auslauf nutzen können, besser noch man bietet ihnen während der Nacht oder zumindest für 2-3 Stunden pro Nacht einen größeren Raum zum Erkunden. Vorsicht: Die Bodentemperatur ist immer ca. 2°C niedriger als die allgemeine Raumtemperatur.
Eine Raumtemperatur von nur 8 – 16°C lässt Igel in einen stark kräftezehrenden Dämmerzustand verfallen, der zu Futterverweigerung und über längere Zeit zum Tod führen kann.
Zum Nestbau keinen Zellstoff, Fetzen, alte Pullover oder Watte anbieten, auch kein Styropor, Plastik oder Sägemehl als Unterlage – Heu, Stroh, Laub und Zeitungspapier eignen sich wesentlich besser und verursachen weder Verletzungen noch einen tödlichen Darmverschluß.
Ein Schlafhäuschen (Schachtel, ca. 30x25x20cm, Einschlupfloch ca. 10x10cm) wird in einer Ecke des Geheges angebracht, in der anderen die Futter- und Wasserschüssel.
Vorsicht: Igel sind Ausbruchskünstler, die Wände des Geheges müssen 40 – 50 cm hoch sein und dürfen nicht aus Gitter bestehen (Igel klettern ausgezeichnet). Ein nach innen weisender Überhang verhindert unerwünschtes Entweichen und stunden- bis tagelange, mühevolle Igelsuche der gesamten Familie!

Überwinterung:
in rattensicherer (!!) Unterbringung bei maximal 5°C (Dachboden, Schuppen, kalter Keller, niemals südseitig gelegen) kann ein „Hausigel“ ab 600g seinen Winterschlaf halten. Immer Wasser und nicht verderbliches Futter anbieten (zerdrückte Nüsse, geschälte Sonnenblumenkerne, ungeschwefelte Rosinen, anderes Bio-Dörrobst).

Und nach dem Winter…
Die Freilassung sollte je nach Witterung, spätestens aber nach den Eismännern (Mitte Mai) erfolgen. Wurde der Igel als älteres Jungtier oder adultes Tier aufgenommen, sollte er in seiner gewohnten, bekannten Umgebung freigelassen werden (Ausnahme: ungeeigneter Lebensraum). Vor der Freilassung sind die Tiere ausreichend mit artgerechtem Lebendfutter zu versorgen.

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