Zähne Archive - Vet-Team Pottenstein https://vet-team-pottenstein.at/category/wissenswertes/zaehne/ Dr. Viktoria Remer & Dr. Karin Strasser Mon, 22 Apr 2024 10:25:44 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 Zahnprobleme bei Katzen: FORL https://vet-team-pottenstein.at/zahnprobleme-bei-katzen-forl/ Wed, 10 Apr 2024 08:34:09 +0000 https://vet-team-pottenstein.at/?p=3066 Zahnprobleme bei Katzen: FORL „Feline Odontoclastic Resorptive Lesions“  Feline – bei Katzen vorkommend Odontoklasten: Zahngewebe abbauende Zellen Resorptiv: auflösend Lesions: Läsionen – […]

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Zahnprobleme bei Katzen: FORL

„Feline Odontoclastic Resorptive Lesions“

 Feline – bei Katzen vorkommend

Odontoklasten: Zahngewebe abbauende Zellen

Resorptiv: auflösend

Lesions: Läsionen – Schädigung von Strukturen

FORL hat nichts mit Karies zu tun. Für Karies sind ursächlich Bakterien verantwortlich, die die Zahnhartsubstanz angreifen, während FORL durch körpereigene Zellen verursacht wird, die das Zahnmaterial allmählich abbauen.

Die sogenannten Odontoklasten (Zahnfresser J) sind eigentlich nur dafür vorgesehen, beim Zahnwechsel der Katze die Wurzeln der Milchzähne abzubauen. Aus noch nicht geklärter Ursache treten sie bei vielen erwachsenen Katzen erneut auf.

FORL ist schmerzhaft und kann die Lebensqualität einer Katze stark beeinträchtigen Das Auftreten ist sehr hoch. Jede Katzenrasse kann betroffen sein. Am häufigsten betrifft es Tiere mittleren Alters, also von ca. drei bis sechs Jahren. Perser- und Siamkatzen, sowie unserer Erfahrung nach auch Maine Coon Katzen, scheinen besonders betroffen zu sein.

Die Heilung dieser Zahnerkrankung ist bislang nicht möglich. Um die Katze von ihren Schmerzen zu befreien, müssen die befallenen Zähne gezogen werden.

Ursachen

Die genaue Ursache von FORL ist nicht vollständig bekannt, heute geht man davon aus, dass FORL eine Autoimmunerkrankung ist. Mehrere Faktoren, wie Zahnbelag, Entzündungen im Zahnfleisch verschlimmern die Erkrankung.

Symptome

Die Symptome von FORL können subtil sein und werden häufig erst spät erkannt. Zu den Anzeichen gehören erhöhter Speichelfluss, Mundgeruch, Zahnfleischentzündungen, Zahnverlust und das Zeigen von Schmerzen beim Essen oder Berühren des Mundes. Verminderte Nahrungsaufnahme tritt häufig erst bei erheblichen Veränderungen auf. Auch mangelnde Fellpflege gehört zu den klinischen Symptomen.

Häufig ist  bei der Kontrolle der Maulhöhle nur Zahnstein zu sehen, da sich der Zahnstein vermehrt auf den rauhen Läsionen anlegt. Die „Löcher“ im Zahnhals sind oft erst nach der Zahnsteinentfernung zu erkennen, was es schwierig macht, Voraussagen bezüglich Preis und Dauer der OP zu machen  (siehe Bild unten)

Die Kontrolle der Maulhöhle sollte bei jeder Standarduntersuchung erfolgen!

Behandlung

Die Behandlung von FORL zielt darauf ab, der Katze die Schmerzen zu nehmen. Betroffene Zähne müssen gezogen werden, um die Schmerzen zu lindern und weitere Komplikationen zu vermeiden

Vorbeugung

Da es sich um eine Autoimmunerkrankung handelt, ist eine umfassende Vorsorge nicht möglich. Trotzdem sollte das Gebiss der Katze regelmäßig kontrolliert werden, damit die Erkrankung frühestmöglich erkannt und dem Tier unnötige Schmerzen erspart werden. Vor allem eine gute Beobachtung der Katze durch den Besitzer oder die Besitzerin kann eine frühe Diagnose gewährleisten. Eine gute Maulhygiene ist zudem sinnvoll – Zähneputzen

Bei der Fütterung sollte grundsätzlich auf Mineralstoffe geachtet werden, das Kalzium-Phosphor-Verhältnis sollte ungefähr bei eins zu eins liegen sollte, da es sonst zu einer Schwächung der Zahn-und Knochensubstanz kommen kann.

 

 

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Zahnstein beim Hund https://vet-team-pottenstein.at/zahnstein-2/ Tue, 21 Nov 2023 17:50:49 +0000 https://vet-team-pottenstein.at/?p=3029 Auch bei uns Menschen ist Zahnstein ein Thema. Zähneputzen 2 mal täglich ist mittlerweile Gewohnheit, Zahnseide und ein – bis zweimal jährliche […]

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Auch bei uns Menschen ist Zahnstein ein Thema. Zähneputzen 2 mal täglich ist mittlerweile Gewohnheit, Zahnseide und ein – bis zweimal jährliche Zahnsteinentfernung setzen sich langsam durch.

Was genau ist das Problem? Zahnstein führt zu einer Entzündung des Zahnfleisches, die sich auf den gesamten Zahnhalteapparat ausdehnen und so zur Parodontose fortschreiten kann. Durch die chronische Entzündung und mechanische Einwirkung der Zahnsteinbeläge bildet sich das Zahnfleisch zurück. Es wird immer mehr Gewebe zerstört, das eigentlich den Zahn im Kieferknochen verankern sollte – Zahntaschen, lose Zähne, kaputte Zahnwurzeln und Zahnverlust sind die Folge – und dann folgen Prothese oder Implantat.

Auch bei Hund und Katze? Ja leider. Hunde haben z.B. wenig Karies und nach unserer Erfahrung meist gesundes Zahnmaterial – wenn der Zahnstein als Hauptursache für Zahnprobleme beim Hund nicht wäre.

Katzen haben zusätzlich ein ZAHNproblem und bekommen ihren eigenen Artikel…

Aller Anfang ist der Zahnbelag. Ohne Zahnbelag keine Parodontose

Diese sogenanntes Plaques sind eine Mischung aus Futterpartikeln, Speichel und im Maul vorhandenen Bakterien – wir kennen das – morgens vor dem Zähneputzen haben das alle….

Der Zahnbelag setzt sich langfristig auf der Zahnoberfläche fest und wird durch Mineralstoffe im Speichel sowie Zucker- und Eiweißbestandteile im Futter zu harten Belägen umgewandelt – aus der Plaque wird Zahnstein. Der rauhe Zahnstein bietet eine tolle Anhaftungsfläche für Bakterien, die schwerwiegende Entzündungen und üblen Geruch  hervorrufen . Zahnfleischentzündung ist die Folge, erste Zahntaschen entstehen.

Hat ein Hund starke Zahnstein-Ablagerungen am Gebiss, drängen diese langfristig das Zahnfleisch zurück. Die Ablagerungen  führen durch mechanische sowie bakterielle Reizung zur Zerstörung des Zahnhalte-Apparats  Die Folgeerkrankung: Parodontose.

Parodontose verursacht, dass sich Zähne lockern, die Wurzeln freiliegen und zerstört werden, eitrige Zahntaschen entstehen. In extremen Fällen greift die Entzündung auf den Kieferknochen über. Ist der obere Eckzahn betroffen, kann die Entzündung in die Nasenhöhle durchbrechen.

Zahnstein betrifft besonders häufig die Eck-, Reiß- und Backenzähne des Oberkiefers. Er lagert sich sowohl auf der Zahnoberfläche als auch unterhalb des Zahnfleischs an.

Aber mein Hund frisst!

Was merkt man als BesitzerIn? Mundgeruch ist das erste Symptom, das wahrgenommen wird. Bei der jährlichen Impfuntersuchung gehören auf jeden Fall die Zähne kontrolliert – was man als BesitzerIn ja nicht unbedingt standardmäßig macht.

Stellen wir geringgradigen Zahnstein fest, wird dieser in Vollnarkose entfernt und das wars fürs Erste. Bei regelmäßiger Kontrolle ist das die Regel.

Wurde länger nicht kontrolliert, ist das Zahnfleisch häufig so entzündet, dass Schmerz- und Antibiotikatherapie vor der Zahnsteinentfernung durchgeführt werden müssen.

Und leider müssen häufig – vor allem bei kleinen Hunden – ein oder mehrere Zähne entfernt werden. Je weniger Zähne wir reißen müssen, desto glücklicher sind wir !!!

Dreiwurzelige Backenzähne bei Hunden zu reißen entspricht einer Kieferoperation…auf die wir zwar bestens vorbereitet sind – aber wir reißen uns nicht ums Reißen. Der erste Schritt bei dieser OP besteht darin, einen Zahnfleischlappen vom Kieferknochen abzulösen. Der Knochen wird, mittels speziellem Bohrer, um die Zahnwurzel weggeschliffen und aus dem Kiefer gehebelt.

Er ist schon so alt ….

Ein häufiges und verständliches Argument. Aber Zahnstein führt zu heftigen Schmerzen in der Maulhöhle, zu einer fürchterlichen Geruchsempfindung für die feine Hundenase (und die BesitzerInnen), zu Verteilung von Eiter-Erregern in den Körper und in Folge zu Herz- und Nierenproblemen.

Unser ältester Patient im Neunerhaus war 17 mit Herzerkrankung und einem katastrophalen Gebiss – auch er hat alles gut überstanden und war danach um vieles fröhlicher – unsere schönste Belohnung, wenn wir das von Frauchen und Herrchen hören! Und das hören wir wirklich oft – fast noch mehr bei unseren Katzenpatienten. „Sie spielt jetzt wieder….“

Bei Patienten ab 10 Jahren gehört eine Blutuntersuchung vor der Narkose zum Standardprocedere, bei kleinen Hunden zusätzlich ein Röntgen des Brustkorbes.

Übrigens: Gefressen wird häufig bis zum Schluss….

Nicht alle Hunde sind gleichermaßen anfällig

Besonders betroffen sind Hunderassen mit kurzer Schnauze, da aufgrund des Platzmangels im Maul eine Zahnfehlstellung entstehen kann. In diesem Fall findet beim Kauen kein ausreichender Abrieb des Gebisses statt, sodass sich die Zähne nicht mehr selbst reinigen.

Ferner neigen kleine Hunderassen mit kurzem Kopf und erschwerter Atmung vermehrt zum Hecheln, wodurch die Schleimhaut des Mauls leichter austrocknet. Der Speichelfluss trägt wesentlich dazu bei, dass die Zähne gereinigt werden und sich Zahnbeläge nicht zu schnell festsetzen. Ein ausreichender Speichelfluss im Maul ist für den Hund wichtig, denn der Speichel hat die Funktion, die Zähne von Nahrungsresten zu säubern, Bakterien abzutöten und somit den Zahnbelag zu verdauen.

Bei Hunden mit genetisch eng stehenden Zähnen, wie z.B. Malteser, Yorkshire Terrier, Shi Tzu, und bei Hunden mit schmalem, langem Kiefer, z.B. Dackel und Pudel können sich häufiger Nahrungsreste festsetzen, die zu Plaques führen.

Manche Hunde mit schönen Zähnen neigen vermehrt zu Zahnstein – wie beim Menschen. Auch meine eigene Hündin Fanny, ein mittelgroßer Mischling hatte starken Zahnstein und hat sich mindestens einmal im Jahr in der Praxis zur Reinigung eingefunden.

Fütterung

Nimmt der Hund häufig Nahrung zu sich, die stark zuckerhaltig ist, begünstigt das die Vermehrung der Bakterien in der Maulhöhle. Zucker ist relativ häufig in Dental Snacks zu finden….

Mangelnde mechanische Selbstreinigung tritt auf, wenn der Hund überwiegend Feuchtfutter frisst. Die Folge ist weniger Zahnabrieb statt bei Trockenfutter und geeigneten Knochen.

Nassfutter kann sich weiters leichter auf bestehende Beläge setzen oder in den Zahnzwischenräumen hängen bleiben.

Sinnvoll ist, dem Hund hin und wieder Obst oder auch Gemüse zum Futter zu geben, denn Fruchtsäuren und sekundäre Pflanzenstoffe verringern die Bildung von Zahnbelag.

Auch Kaustreifen machen Sinn –  die darin enthaltenen Enzyme lösen Zahnbelag auf.

Bewegung

Hunde in Bewegung bilden vermehrt Speichel. Natürliche Zahnreinigung durch Speichel und Zunge sind ein wichtiger Bestandteil der Maulhygiene. Bewegungsmangel führt entsprechend zu weniger Speichelfluss. Gleiches gilt für Hunde, die wenig trinken und dadurch eine trockene Maulhöhle haben. Unter diesen Bedingungen können sich Bakterien leichter vermehren und es bildet sich Plaque…

 Zahnpflege beim Hund?? Bei einem Wolf macht das doch auch niemand

Wild lebende Raubtiere, wie Wölfe und Wildhunde, fressen ihre Beute mit Haut und Haaren. Beim Zerteilen der Beute putzen das Fell und das Kauen an Knochen Zahnbelag von den Zähnen. Auch scheint der Verzehr von rohem Muskelfleisch, Innereien, Bändern, Sehnen und Knorpeln geeigneter zu sein, Zahnfleisch und Zähne gesund zu erhalten, als Fertigfutter. Wildtiere mit genetisch schlechtem Zahnmaterial ziehen bei der Evolution sowieso den kürzeren. Anders ist das bei unseren Hunden, die auf Eigenschaften wie Wachsamkeit, Freundlichkeit etc. selektiert werden.

Tipps bei Zahnstein

Haben sich bereits zu viele Ablagerungen gebildet, muss der Zahnstein unter Narkose von einer Tierärztin entfernt werden und bei entsprechenden Rassen eine Woche danach mit Mundhygiene begonnen werden, denn:

Nach dem Zahnstein ist vor dem Zahnstein

Am sinnvollsten ist das Zähneputzen nach der Fütterung mit einer Zahnbürste und Zahncreme für Hunde – von täglich bis zweimal wöchentlich.

Zahnwachs nach der Zahnpflege hindert Bakterien daran, sich auf der glatten Zahnoberfläche  sofort wieder anzuheften.

Desinfektion der Maulhöhle führt zu Verringerung der Bakterienpopulation – vor allem, wenn der Hund das alles nicht will 🙂 Auch Lösungen für das Trinkwasser finden sich auf dem Markt – neben unendlich vielen anderen heilsversprechenden Artikeln.

Trockenfutter mit eingearbeiteten Fasern, die das sofortige Zerbröseln der Stückchen verhindern, verbessern die mechanische Selbstreinigung.

Wem das aus verschiedenen Gründen zu viel Aufwand ist, ein Trost……bei mir war das so. 3 kleinen Kindern die Zähne zu putzen, hat mir persönlich gereicht – Fanny bekam einmal im Jahr ihre Zahnsteinentfernung und ist mit Supergebiss 16 Jahre alt geworden.

Auf dem Beitragsbild ist schön zu erkennen, wie lang und massiv die Zahnwurzeln unserer Hunde sind….

Beitragsbild: Amazon, LMEIL Transparent-Zahnmodell Hunde

 

 

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Zahnstein bei der Katze https://vet-team-pottenstein.at/zahnsteinentfernung-bei-der-katze/ Mon, 22 Jan 2018 12:04:04 +0000 http://vet-team-pottenstein.at/?p=1196   Zahnstein entsteht durch Einlagerung von Mineralien des Speichels in die Plaquebeläge und ist  bei  Katzen häufig anzutreffen. Zahnstein irritiert das Zahnfleisch, […]

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Zahnstein entsteht durch Einlagerung von Mineralien des Speichels in die Plaquebeläge und ist  bei  Katzen häufig anzutreffen.

Zahnstein irritiert das Zahnfleisch, unterhält Bakterienbesiedlung und Zahnfleischentzündung und ist eine der Hauptursachen der Parodontose, des Lockerwerdens der Zähne.

Weiters ist Zahnstein ein Keimherd für den ganzen Körper und stellt sowohl für die BesitzerInnen als auch für die Katze selbst eine erhebliche Geruchsbelastung dar.

Der Zahnstein wird in Vollnarkose entfernt, falls notwendig, werden auch kariöse Zähne gezogen. Bei manchen Tieren besteht die Notwendigkeit, die Zahnsteinentfernung in jährlichen Abständen durchzuführen.

Eine häufige Komplikation bei Katzen ist die sogenannte „Zahnhalskaries“ Es kommt zum Abbau von Zahnmatereil durch körpereigene Zellen. Da die löchrigen  Zähne Schmerzen und eine „Andockstelle“ für Zahnstein   bedeuten und sich der Zahn im Laufe der Erkrankung soweit aushöhlt, daß er brechen kann, müssen diese Zähne gezogen werden.

Zahnstein unterhält bei Katzen neben viralen Infektionen leider auch häufig eine bösartige Form der Maulhöhlenentzündung.

Sowohl während des Transportes als auch zu Hause sollten Sie bei Ihrer Katze darauf achten, daß die vorgeschriebene Lagerung (Kopf auf den Vorderpfoten) eingehalten wird. Die Katze wird in den nächsten Stunden munter werden und befindet sich narkosebedingt in einem leichten „Rauschzustand“. Herumtaumeln und ev. leichter Brechreiz sind als normal zu betrachten.

Lassen Sie die Katze in einem warmen, ruhigen Raum ausschlafen. Im wachen Zustand darf sie Wasser zu sich nehmen, am nächsten Tag auch Futter. Bei massiver Zahnfleischschädigung od. Zahnextraktion ist es notwendig, für einige Tage das Futter zu pürieren, ihre Katze bekommt Schmerzmittel, ev. werden auch Antibiotika verabreicht.

Auch für Katzen  ist Zahnsteinfutter erhältlich. Eine spezielle Anordnung der Fasern sorgt für Reduktion der Zahnbeläge und so zur Verminderung der Zahnsteinbildung. Zähneputzen ist lernbar, erfreut aber in aller Regel weder Katze noch BesitzerIn 🙂

 

 

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Zähneputzen beim Hund https://vet-team-pottenstein.at/zaehneputzen-beim-hund/ Mon, 22 Jan 2018 11:58:39 +0000 http://vet-team-pottenstein.at/?p=1193   Zähneputzen ist das Beste, was TierhalterInnen zu Hause für die Pflege der Maulhöhle ihrer Tiere tun können, damit sich Zahnbelagsbakterien nicht […]

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Zähneputzen ist das Beste, was TierhalterInnen zu Hause für die Pflege der Maulhöhle ihrer Tiere tun können, damit sich Zahnbelagsbakterien nicht innerhalb von 24 bis 36 Stunden nach der Zahnreinigung wieder auf der Zahnoberfläche ansiedeln.

 

Zähneputzen grundsätzlich mit Hunde-Zahnpasta durchführen, da diese Schleifkörper enthält.

Bevor mit der Zahnbürste gearbeitet wird, sollte das Tier langsam an den Geschmack der Zahnpasta gewöhnt werden.

 

Zahnpasta als Leckerli auf dem Finger angeboten oder auf die Mundschleimhaut aufgebracht, weckt  positives Interesse an der Zahnpflege.

 

Die Einführung der Zahnbürste/des Fingerlings in den Arbeitsablauf darf vom Tier nicht als Bedrohung empfunden, sondern lediglich als Träger für die leckere Zahnpasta betrachtet werden.

 

Ein Fingerling erleichtert die Gewöhnung an das Zähneputzen, da die Hand des Tierhalters bereits akzeptiert ist, und kann auch bei Nichtakzeptanz der Zahnbürste weiterbenutzt werden.

 

In der Gewöhnungsphase soll die Zahnpflege vorsichtig an den Außenflächen der Seitenzähne im Oberkiefer begonnen werden. Zwei Finger im Lefzenwinkelerweitern die Mundspalte und erlauben gute Sicht auf die Zähne.

 

Die Vorderzähne im Oberkiefer sollten zunächst ausgespart werden, da sie empfindlich sind und auf Manipulationen bei der Nase häufig mit Niesanfällen reagiert wird.

 

Ein positives Konditionieren erleichtert den Ablauf der zukünftigen Zahnpflegetermine enorm. Belohnungen jeglicher Art dürfen daher in eine gelungene Zahnpflege eingebaut werden.

 

Die Zahnbürste wird in einem Winkel von 45° gehalten, dass der Bürstenkopf nach oben zum Zahnfleisch zeigt. Geputzt wird mit kleinen kreisenden Bewegungen, die Zahnpasta darf abgeschluckt werden.

 

Zunächst sollte täglich geputzt werden, eine Reduzierung auf jeden zweiten oder dritten Tag ist je nach Tier möglich, sofern die Zähne sauber bleiben und keinerlei Entzündungszeichen am Zahnfleisch entstehen.

 

 

Desinfektion

Einmal wöchentlich mit Dentisept, bzw dem Trinkwasser zugegebenes Mundwasser – nach Aussagen einiger TierbesitzerInnen funktioniert das 🙂

 

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Zahnstein https://vet-team-pottenstein.at/zahnstein/ Tue, 05 Dec 2017 14:12:05 +0000 http://vet-team-pottenstein.at/wp/?p=263 Vermeiden statt entfernen –welche Möglichkeiten haben die BesitzerInnen?   Rask – Kauknochen Rask –Kauknochen weisen ebenso wie das Zahnsteinfutter und die Kaustriplets […]

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Vermeiden statt entfernen –welche Möglichkeiten haben die BesitzerInnen?

 

Rask – Kauknochen

Rask –Kauknochen weisen ebenso wie das Zahnsteinfutter und die Kaustriplets eine spezielle Ausrichtung der Fasern auf – dadurch kommt es zu mechanischer Entfernung von bakterieller Plaque – der Grundvoraussetzung für Zahnstein. Rask Kauknochen werden vom derzeit führenden österreichischen Zahnspezialisten einmal täglich empfohlen.

Kau-Striplets für Kleinhunde

Gerade Kleinstrassen und Hunde mit kurzer Nase sind durch enge Zahnzwischenräume und Zahnfehlstellungen besonders häufig von Plaque und Zahnstein betroffen. Herkömmliche Kauprodukte  können die Minis häufig nicht beißen – für diese Zwergrassen wurden die Kaustreifen entwickelt. Das C.E.T. Enzymsystem und die mechanische Reinigung beim Kauen verzögern und reduzieren die Bildung von Bakterienbelägen und Zahnstein.

Zahnsteinfutter

Ein vollwertiges Trockenfutter mit spezieller Faserausrichtung wird von verschiedenen Firmen angeboten – die Pellets sind größer als gewöhnlich, sodaß die Zähne des Hundes vollständig eindringen, ehe die Pellets auseinanderbrechen. Hieraus resultiert ein Scheibenwischer-ähnlicher Effekt: die Fasern „wischen“ die Zahnbeläge von der Zahnoberfläche ab, dadurch kommt es in weiterer Folge zu einer Verminderung der Zahnsteinbildung.
Ausreichende Wirksamkeit ist unserer Erfahrung nach nur bei wenigen Futtermitteln gegben.

Desinfektion

Dentisept, ein Gel für die Maulhöhle,  enthält Chlorhexidin in einer besonderen Formulierung, welche dem Präparat eine außergewöhnliche Haftwirkung an der Mundschleimhaut und an den Zähnen verleiht. Chlorhexidin – ein lokales Desinfektionsmittel – wird im Laufe von 24 Stunden allmählich abgegeben und beugt Plaque und Zahnsteinbildung vor.
Der unangenehme Geschmack von Chlorhexidin wird mit Aromastoffen überdeckt.
Auch eine Maulhöhlendesinfektion über das Trinkwasser ist möglich – Vetaquadent wird dem Trinkwasser zugefügt.

Und schließlich – Zähneputzen:

Nach der althergebrachten Methode : mehrmals  wöchentlich mit wohlschmeckender Zahncreme und einer speziellen Zahnbürste oder einem Fingerling – was von vielen Hunden der Zahnbürste vorgezogen wird. Neu am Markt ist eine Ultraschallzahnbürste für Hunde – die emmi-pet

http://www.emmi-pet.de/

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