Ernährung Archive - Vet-Team Pottenstein https://vet-team-pottenstein.at/category/wissenswertes/ernaehrung/ Dr. Viktoria Remer & Dr. Karin Strasser Wed, 13 Sep 2023 16:30:36 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9 Kastanien, Nüsse, Eicheln….. https://vet-team-pottenstein.at/kastanien-nuesse-eicheln/ Sat, 09 Sep 2023 09:56:11 +0000 https://vet-team-pottenstein.at/?p=2587 Dürfen Hunde Kastanien essen? Kastanie ist nicht gleich Kastanie. Und nicht alle im Herbst vom Baum fallenden Kastanien sind für den Hund […]

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Dürfen Hunde Kastanien essen?

Kastanie ist nicht gleich Kastanie. Und nicht alle im Herbst vom Baum fallenden Kastanien sind für den Hund genießbar.

Man unterscheidet  Rosskastanien und Edelkastanien; auch bekannt als Maroni. Botanisch gesehen, gehören beiden Kastanienarten zu den Buchengewächsen, die Früchte werden zu den Nüssen gezählt.

Die Rosskastanie kennt wahrscheinlich fast jeder, die Früchte glänzen braun und sind kugelförmig, die Schale ist grün und stachelig.

Bei Rosskastanien gilt grundsätzlich, dass Hunde diese Kastanien nicht essen sollen. Bereits kleine Mengen Kastanien können  zu Magenschmerzen  oder  Durchfall führen– allerdings fressen die wenigsten Hunde absichtlich Rosskastanien.

Der zweite Grund, Rosskastanien besser liegen zu lassen, ist die Gefahr des Verschluckens beim Spiel. Im schlimmsten Fall kann eine Kastanie durch Steckenbleiben im Dünndarm zu einem Darmverschluss führen. Heftiges Erbrechen und Ausbleiben von Kotabsatz – nach vielleicht erst 2 – 3 Tagen, je nach Lage der Kastanie im Darm, sind die wichtigsten Symptome. Eine chirurgische Entfernung ist unumgänglich.

Viel besser:  den Hund von Kastanien und auch Eicheln  beim Herbstspaziergang fernzuhalten – ein Ball als Ersatz  zum Spielen und ein paar Leckerlis werden meist als tolle Alternative akzeptiert.

Esskastanien, auch  in unserer Gegend zu finden, sind nicht kugelig, sondern laufen unten spitz zu. Die Form erinnert eher an ein Herz. Die Esskastanie hat wie die Rosskastanie eine grüne Hülle mit kleinen Stacheln.

Maronen gehören zu den wenigen Nussarten, die Hunde in geringen Mengen bedenkenlos essen dürfen. Sie sind jedoch, wie alle Nüsse,  sehr fetthaltig.

 Apropos Nüsse: dürfen Hunde Nüsse fressen?

Grundsätzlich gilt, dass Hunde Nüsse fressen dürfen. Auf manche Nusssorten können Hunde allerdings wie der Mensch allergisch reagieren.

Nüsse sollten nur in kleinen Mengen und ungesalzen  gefüttert werden, auch  wenn der Hund Nüsse gut verträgt. Nüsse enthalten viel Fett und Kalorien, auch die Größe – z.B. bei Haselnüssen – kann bei Abschlucken im Ganzen zu Problemen führen.

Allergische Symptome können  Appetitlosigkeit, Bauchschmerzen, Durchfall und Erbrechen sein , auch Ausschlag und Schleimhautschwellungen werden beschrieben.

Haselnüsse, Cashews, Paranüsse und Walnüsse werden prinzipiell gut vertragen, bei Erdnüssen besteht Allergiegefahr.

Macadamianüsse sind giftig für Hunde, bei Hunden rufen Macadamianüsse sie Symptome wie allgemeine Schwäche, Muskelzucken, Gelenksschmerzen, Erbrechen  und Fieber hervor.  Zumeist treten die Symptome etwa zwölf Stunden nach dem Verzehr der Macadamianüsse auf. Bei einem 15 Kilogramm schweren Hund reichen bereits vier Nüsse aus, um die Vergiftungserscheinungen auszulösen.

Kann man Eicheln essen?

In Notzeiten waren Eicheln eine günstige Möglichkeit, um Lebensmittel herzustellen. So wurden die Früchte zur Herstellung von Mehl, Brot und Kaffee verwendet, für den menschlichen Genuss müssen die Eicheln ausgiebig vorbereitet werden.

Dasselbe gilt auch für unsere Hunde. Rohe Eicheln können für Hunde sogar lebensgefährlich werden. Die in den Eicheln enthaltenen Gerbstoffe sind sehr bitter und schmecken für uns  unangenehm – für den Hund ist das nicht immer so.

Viele der Tiere spielen nur damit, doch einige der Hunde kauen auf ihnen herum oder fressen sie sogar . Der Gerbstoff Tannin kann  zu starken Durchfall und heftigem Erbrechen führen. Nierenversagen kann als Komplikation auftreten und sogar zum Tod des Hundes führen.

Die Früchte können neben der bereits erwähnten Vergiftung auch zum Darmverschluss führen. Zerbissene Früchte können im schlimmsten Fall die Darmwand perforieren.

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Dürfen Hunde Eicheln fressen? https://vet-team-pottenstein.at/duerfen-hunde-eicheln-fressen/ Fri, 08 Sep 2023 12:41:50 +0000 http://vet-team-pottenstein.at/?p=2261 Dürfen Hunde Eicheln fressen? Nach dem Krieg waren Eicheln eine günstige Möglichkeit, um Lebensmittel herzustellen. So wurden die Früchte zur Herstellung von […]

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Dürfen Hunde Eicheln fressen?

Nach dem Krieg waren Eicheln eine günstige Möglichkeit, um Lebensmittel herzustellen. So wurden die Früchte zur Herstellung von Mehl, Brot und Kaffee verwendet. Eicheln enthalten Stärke, Zucker sowie eine große Menge an Proteinen, sind aber für  Menschen in rohem Zustand unverträglich.

Genau das gilt auch für unsere Hunde,  ein Zuviel an rohen Eicheln kann bei  unseren Vierbeinern unter Umständen zu ernsthaften Erkrankungen führen.

Die meisten Hunde spielen nur damit, doch einige kauen auf ihnen herum oder fressen sie sogar. Eicheln enthalten Tannin, einen bitter schmeckenden Gerbstoff, der zu starkem Durchfall und Erbrechen führen kann,  je nach verschlungener Menge. Zuviel gefressene Früchte können neben der bereits erwähnten Vergiftung auch zum Darmverschluss führen, zerbissene Früchte können die Darmwand schädigen – daher : lieber ein entsprechendes Spielzeug oder Leckerli anbieten, wenn die Versuchung zu groß wird.

 

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Weintrauben und Hunde? https://vet-team-pottenstein.at/weintrauben-und-hunde/ Fri, 01 Sep 2023 16:48:26 +0000 http://vet-team-pottenstein.at/?p=2264 Weintrauben und  Hunde? Weintrauben können bei Hunden schwere Vergiftungserscheinungen auslösen und sollten daher nicht gefüttert werden sollten – manche Hunde klauen sie […]

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Weintrauben und  Hunde?

Weintrauben können bei Hunden schwere Vergiftungserscheinungen auslösen und sollten daher nicht gefüttert werden sollten – manche Hunde klauen sie allerdings. Der genaue Auslöser für die toxische Wirkung von Weintrauben auf Hunde ist bislang noch nicht bekannt. Eine Vergiftung kann  sowohl bei frischen Weintrauben als auch bei Rosinen auftreten.

Risiko

Eine Vergiftung mit Weintrauben kann je nach Verzehrmenge für den Hund tödlich sein. Als toxische Dosis wird im Allgemeinen eine Menge ab 10 – 30 g/kg Körpermasse angegeben. Insgesamt besitzen Rosinen ein deutlich höheres toxisches Potential, da hier der Giftstoff in konzentrierterer Form enthalten ist. Der Toleranzwert ist jedoch von Tier zu Tier unterschiedlich und kann auch deshalb nicht genau festgelegt werden, weil der genaue Auslöser für die Vergiftungserscheinungen nicht bekannt ist. Außerdem gibt es immer wieder Hunde, die bereits ab sehr geringen Mengen eine Vergiftungssymptomatik zeigen. Aus diesem Grund sollten Hundebesitzer Weintrauben auch nicht in kleinen Mengen füttern.

Symptome einer Weintrauben-Vergiftung

Sowohl frische Weintrauben als auch Rosinen können beim Hund schwere gesundheitliche Schäden verursachen. Als erste sichtbare Symptome treten Erbrechen, übermäßiges Speicheln, Lethargie, Zittern und Schwäche auf, im schlimmsten Fall kommt es innerhalb von 24 – 72 Stunden zu akutem Nierenversagen, das unbehandelt tödlich enden kann. Die genauen Ursachen hierfür sind bislang nicht bekannt.

Was tun im Notfall?

Wenn bekannt ist, dass ein Hund Weintrauben oder Rosinen gefressen hat, sollte umgehend tierärztliche Hilfe gesucht werden. Bei frühzeitiger Behandlung, innerhalb von 1 – 2 Stunden, besteht die Möglichkeit, bei dem Hund Erbrechen auszulösen und die Weintrauben oder Rosinen so aus dem Magen-Darm-Trakt zu entfernen. Zeigt der HundSymptome, benötigt er eine intensiv-medizinische Betreuung, um ein Nierenversagen zu verhindern.

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Chronische Entzündung von Magen/Bauchspeicheldrüse – welche Leckerbissen sind erlaubt? https://vet-team-pottenstein.at/chronischer-entzuendung-von-magen-bauchspeicheldruese-welche-leckerbissen-sind-erlaubt/ Mon, 27 Mar 2023 14:45:56 +0000 https://vet-team-pottenstein.at/?p=2963 Eine kurze Liste für „gesunde“ Leckereien! KEINE Ohren, Sehnen, Strossen, Kehlkopf, Lunge, Haut, Hufe etc! (Diät) Nassfutter “backen” Kekse mit hydrolysiertem Protein […]

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Eine kurze Liste für „gesunde“ Leckereien!

KEINE Ohren, Sehnen, Strossen, Kehlkopf, Lunge, Haut, Hufe etc!

(Diät) Nassfutter “backen”

Kekse mit hydrolysiertem Protein (Advance Hypoallergenic Treats )

Trockenfleisch mager

wenig Fettarmer Käse, Quargel

Royal Canin Educ (1 % Fett)

Reiswaffeln, Maiswaffeln

Knäckebrot,  Zwieback, Biskotten

(Süß)Kartoffelchips,  ohne Fett gebacken

Popcorn ohne Fett

Gekochte Nudeln

Obst & Gemüse, z B Karotten, Bananen

 

Foto: Pixabay

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Ernährung bei Katzenwelpen https://vet-team-pottenstein.at/ernaehrung-bei-katzenwelpen/ Wed, 02 Jun 2021 10:22:12 +0000 https://vet-team-pottenstein.at/?p=2870 Im Normalfall leben Saugwelpen bis zur dritten, gelegentlich auch bis zur vierten Lebenswoche ausschließlich von Muttermilch. In der Milch sind neben Nährstoffen […]

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Im Normalfall leben Saugwelpen bis zur dritten, gelegentlich auch bis zur vierten Lebenswoche ausschließlich von Muttermilch. In der Milch sind neben Nährstoffen auch die vor Krankheiten schützenden Antikörper enthalten.

Welpen nehmen jeden Tag 10 – 20 % ihres Körpergewichts an Milch auf. Jedes Kätzchen wählt sich in den ersten 2 Lebenstagen eine bestimmte Zitze – weniger Konkurrenzkampf zwischen den Wurfgeschwistern!

Mit 3 Wochen verbringen Welpen 60 % ihrer Zeit mit Saugen – Wachstum ist damit garantiert. Manchmal allerdings wird nur gesaugt – ohne zu trinken – Komfortzeit…

Im Alter von 3 – 4 Wochen beginnen die Welpen, zusätzliches Futter aufzunehmen. Für die erste Beifütterung kann eingeweichtes Trockenalleinfutter für Welpen oder entsprechendes Feuchtfutter angeboten werden. Bei zögerlichen Fressern kann das Futter in Welpenersatzmilch eingeweicht werden. Kätzchen neigen  dazu, das Ernährungsverhalten ihrer Mütter bis ins Detail zu imitieren, sie fressen gerne aus demselben Napf, an derselben Stelle und zur selben Zeit. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Welpen ein neues Futter annehmen, ist höher, wenn die Mutter in der Nähe ist.

Katzenwelpen können, wenn unbedingt notwendig, frühestens mit 6 Wochen abgesetzt werden – der ideale Absetzzeitpunkt ist im Alter von 8 – 12 Wochen.

Absetzen bedeutet für kleine Katzen immer Stress, was sie anfällig für Krankheiten, besonders Durchfall macht. Sinnvoll ist, den Welpen vor dem Absetzen dasselbe Futter wie danach anzubieten. Die Kätzchen bekommen in der ersten Zeit  freien Zugang zum Futter, wann und wieviel sie wollen. Wichtig ist, das Futter mehrmals täglich frisch anzubieten.

Allen „Katzeneltern“ viel Spaß!

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Ergänzungsfuttermittel in der Veterinärmedizin https://vet-team-pottenstein.at/ergaenzungsfuttermittel-in-der-veterinaermedizin/ Thu, 03 Dec 2020 10:29:59 +0000 https://vet-team-pottenstein.at/?p=2622 Wie im Humanbereich  gibt es auch in der Tiermedizin ein großes Angebot an Nahrungsergänzungsmitteln. Um TierbesitzerInnen die Auswahl zu erleichtern, stellen wir […]

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Wie im Humanbereich  gibt es auch in der Tiermedizin ein großes Angebot an Nahrungsergänzungsmitteln. Um TierbesitzerInnen die Auswahl zu erleichtern, stellen wir in der nächsten Zeit Präparate für Bewegungsapparat, Haut & Fell, Zahnpflege, Verdauung, Verhalten und Mineralfuttermittel vor.

Verhalten

L- Tryptophan ist die Vorstufe von Serotonin. Erhöhte L- Tryptophanspiegel im Gehirn bewirken eine gesteigerte Serotoninfreisetzung – und wie beim Menschen wirkt Serotonin stimmungsaufhellend.

Casozepin wird aus Milcheiweiß gewonnen und weist ebenfalls angstlösende Eigenschaften auf. Das Präparat wird in der Regel auch von Katzen problemlos mit dem Futter aufgenommen, mit einem Wirkungseintritt ist nach einer Behandlungsdauer von ein bis zwei Wochen zu rechnen.

Neben einer an den Patienten angepassten Verhaltenstherapie kann die Gabe von Casozepin und      L- Tryptophan eine sinnvolle Ergänzung für stark gestresste oder ängstliche Tiere sein.

L-Theanin ist eine Aminosäure, die aus Teeblättern gewonnen wird und ebenfalls Stress, Angst und Nervosität reduziert.

Beitragsbild: Pixabay

 

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Wieviel Wasser braucht der Hund? https://vet-team-pottenstein.at/wieviel-wasser-braucht-der-hund/ Tue, 07 Apr 2020 15:17:39 +0000 https://vet-team-pottenstein.at/?p=2555 Den Wasserbedarf beim Hund berechnet man anhand seines Körpergewichts. Je nach Feucht- oder Trockenfutter sollte ein ausgewachsener Hund 20 bis 100 ml […]

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Den Wasserbedarf beim Hund berechnet man anhand seines Körpergewichts. Je nach Feucht- oder Trockenfutter sollte ein ausgewachsener Hund 20 bis 100 ml Flüssigkeit pro Tag und pro Kilogramm Körpergewicht zu sich nehmen. Hunde, die ausschließlich Trockenfutter zu fressen bekommen, benötigen in der Regel 40 bis 100 ml Wasser, bei Nassfutter liegt der tägliche Wasserbedarf bei ca. 20 bis 50 ml pro Kilogramm Körpergewicht.

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Abwechslung im Napf? https://vet-team-pottenstein.at/abwechslung-im-napf/ Wed, 23 Oct 2019 16:54:59 +0000 http://vet-team-pottenstein.at/?p=2278 Ähnlich wie bei sich selbst 🙂 sind viele HundebesitzerInnen der Meinung, dass Hunde eine abwechslungsreiche Ernährung benötigen und nicht immer dasselbe Futter […]

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Ähnlich wie bei sich selbst 🙂 sind viele HundebesitzerInnen der Meinung, dass Hunde eine abwechslungsreiche Ernährung benötigen und nicht immer dasselbe Futter vorgesetzt bekommen sollten.

Wechselnde Futtersorten für eine optimale Nährstoffversorgung?

Jeder will seinem Hund  Gutes tun. Dazu zählt  auch, dass der Hund nicht jeden Tag das Gleiche zu fressen bekommt, sondern dass er – wie wir – eine abwechslungsreiche Ernährung genießen soll, damit keine Langeweile entsteht. Häufig besteht die Meinung, dass durch diese Vielfalt in der Ernährung der Nährstoffbedarf umfangreich gedeckt und somit Mangelerscheinungen vorgebeugt wird. Bei einem Futter, das den genauen Nährstoffbedarf des Hundes deckt, ist es allerdings nicht notwendig, die Sorte häufig zu wechseln oder zusätzliche Vitamine und Mineralstoffe beizumischen. Viele konventionelle Futtersorten beinhalten eine erhöhte Nährstoffmenge, sodass eher mit  Überversorgung zu rechnen ist.
Bereitet man die Ration mit Frischfutter selbst zu, so sollte  darauf geachtet werden, dass  der Energie- und Nährstoffbedarf eines Tages vollständig abgedeckt wird.

Vielfalt im Speiseplan ?

Häufiger Futterwechsel kann empfindlichen Hunden  schaden. Eine Umstellung auf neues Futter kann den Magen-Darm-Trakt des Hundes und insbesondere die empfindliche Darmflora einem unnötigen Umstellungsstress aussetzen. Wenn der Wechsel plötzlich und nicht allmählich erfolgt, können Durchfall, Blähungen und Erbrechen die Folge sein. Auch dauerhafte Verdauungsprobleme können bei einer übermäßigen Variation von Futtersorten auftreten. Nur wenn sich der Energie- und Nährstoffbedarf beispielsweise durch verminderte Aktivität, Krankheit oder Trächtigkeit geändert hat, ist eine Anpassung des Futters vorzunehmen. Im Idealfall ändert sich hierbei nur die Zusammensetzung, also das Verhältnis der gewohnten Futterbestandteile, nicht aber gänzlich die Futtersorte.

Auch ein Wechsel der Geschmacksrichtung des Futters ist nicht notwendig, wenn das bisherige Futter vom Hund gut gefressen wird und der individuelle Nährstoffbedarf abdeckt wird. Ein Hund, der abwechselnde Futtersorten und damit verbunden verschiedene Geschmacksrichtungen nie kennengelernt hat, wird nicht unbedingt nach mehr Vielfalt verlangen. Wählerische Fresser kann man sich also unter Umständen selbst heranziehen. Neue und bisher unbekannte Futtersorten fressen Hunde häufig besonders gierig , es scheint, als ob ihnen das neue Futter besser schmeckt. Ist  auch diese Sorte zur Gewöhnung geworden, lässt  der Drang nach.

In dieser Phase sollte vermehrt darauf geachtet werden, dass dem Hund trotz Betteln und scheinbar endlosem Hunger nicht zu viel Nahrung zugeführt wird, da Übergewicht und Gelenkschäden, vor allem bei Junghunden, die Folge sein können.

Wählerischer Hund – ein Problemfall

Ein sehr wählerischer Hund kann spätestens dann zum Problemfall werden, wenn er aufgrund einer Erkrankung oder Allergie auf ein bestimmtes Futter angewiesen ist. Insbesondere bei Hunden mit Neigung zu Allergien sollte von mehrmaligen Futterveränderungen abgesehen werden. Durch wechselnde Bestandteilefällt es schwer, den Auslöser für auftretende Unverträglichkeiten und Allergien ausfindig zu machen.

Sollte der Hund an einer Futtermittelallergie erkranken, gestaltet sich bei wählerischen Hunden auch die Suche nach einem passenden Allergiefutter häufig schwierig. Auch Tiere mit Nieren- oder Bauchspeicheldrüsenproblemen sind auf spezielles Futter angewiesen.

Handlungsbedarf besteht dann, wenn ein Hund das Futter so lange verweigert, dass er an Gewicht verliert und untergewichtig wird. Dann sollte auf jeden Fall auf eine schmackhaftere Sorte gewechselt werden, die besonders fettreich und energiedicht ist

 

Zum Schluss noch: die richtige Wassermenge/Tag

Nassfutter

Ein Großteil des Flüssigkeitsbedarfs deckt Ihr Hund über das Nassfutter, zusätzlich sollte ein Hund etwa 5 bis 10 ml Wasser pro kg Körpergewicht trinken.

Trockenfutter

Bei Trockenfutter erhöht sich der Wasserbedarf deutlich. Als Faustregel gilt täglich 100 ml pro kg Körpergewicht.

 

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Kotfressen https://vet-team-pottenstein.at/kotfressen/ Mon, 21 Oct 2019 15:54:52 +0000 http://vet-team-pottenstein.at/?p=2271 Kotfressen Definition: Unter Kotfressen versteht man die Aufnahme des eigenen Kotes, des Kotes anderer Artgenossen, oder des Kotes anderer Tierarten. Kotfressen als […]

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Kotfressen

Definition: Unter Kotfressen versteht man die Aufnahme des eigenen Kotes, des Kotes anderer Artgenossen, oder des Kotes anderer Tierarten.

Kotfressen als normale Verhaltensweise

Bei einigen Tierarten stellt das Kotfressen ein durchaus normales Verhalten dar, so z. B. bei Ratten und Kaninchen.

Kotfressen beim Hund

Der Hund zählt nicht zu jenen Tierarten, bei denen Kotfressen eine normale Verhaltensweise darstellt. Die Verdauung des Hundes ist praktisch im Dünndarm abgeschlossen, denn nicht nur Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate, sondern auch Mineralstoffe (sowie Vitamine werden hier abgebaut und aufgenommen.

Der Vergleich der Längenverhältnisse der beiden Darmabschnitte Dünndarm und Dickdarm zeigt beim Hund deutlich die relative Kürze des Dickdarms, der nicht darauf ausgelegt ist, wie beim Nager bestimmte Nährstoffe zu bilden, so dass daher keine Notwendigkeit besteht, fehlende Nährstoffe über das Kotfressen abzudecken. Auch vergleichende Studien der Verhaltensforschung beim Hund selbst und seinem Vorfahren, dem Wolf, zeigen, dass Kotfressen bei diesen Tierarten nicht zu den normalen Verhaltensweisen gehört. Dennoch wird Kotfressen beim Hund gelegentlich beobachtet.

Ursachen

Die Ursachen für Kotfressen sind nicht genau bekannt. Eine Reihe von Faktoren kann jedoch zu diesem für Hunde ungewöhnlichen Verhalten führen.

  • Bei Welpen ist zunächst die natürliche Neugierde anzuführen, alle möglichen Gegenstände zu beschnuppern und daran zu knabbern.
  • Bei ausgewachsenen Hunden wird Kotfressen am häufigsten beobachtet, wenn sie in zu kleinen Zwingern, in denen es zu einer Ansammlung von Exkrementen kommt, gehalten werden.
  • Bei Krankheiten, insbesondere bei Befall mit Darmparasiten, oder bei Krankheiten der Bauchspeicheldrüse, die zu extremem Heißhunger führen, ist Kotfressen festzustellen. Dabei verliert der Hund auch rapide an Körpermasse, so dass das Tier tierärztlich untersucht werden sollte.
  • Bei nicht artgerechter Ernährung, die einen gravierenden Mangel an Mengen- und Spurenelementen sowie eine Unterversorgung mit Vitaminen zur Folge hat, wird Kotfressen beobachtet – diese Aussage wird von vielen Autoren angezweifelt und gilt in erster Linie für den erwachsenen Hund.

Folgen des Kotfressens

Abgesehen von den Unannehmlichkeiten für den Tierbesitzer, die mit dem Kotfressen verbunden sind, ist dieses abnorme Verhalten auch für den Hund selbst aus hygienischen Erwägungen bedenklich. Es kann durch die Aufnahme vom Kot anderer Tiere zur Übertragung von Parasiten und von bakteriellen Krankheitserregern (z. B. Salmonellen) kommen.

 Verhütung des Kotfressens

Wichtig ist,  alle möglichen Ursachen, die zu Kotfressen führen können, beseitigt werden. Bei Welpen, die noch nicht stubenrein sind, ist der Kot sofort nach dem Absetzen zu entfernen. Außerdem brauchen  Welpen geeignete Dinge zum Spielen . Zwinger sollen nicht zu klein sein und müssen stets sauber gehalten werden. Hunde sollen genügend Auslauf haben und sich ausgiebig bewegen können, am besten zusammen mit anderen Hunden.

Frisst der Hund dennoch Kot, sollte eine parasitologische Kotuntersuchung durchgeführt und andere Krankheiten (z. B. der Bauchspeicheldrüse) ausgeschlossen bzw. im Krankheitsfall eine entsprechende Behandlung eingeleitet werden. Bei Kotfressern als Folge extremer Unterversorgung von verschiedenen Mineralstoffen und Vitaminen hilft nur die kontinuierliche Umstellung auf ein Futter, das täglich alle lebensnotwendigen Nährstoffe in ausgewogenen Mengen enthält, so dass der Hund in der Regel mit dem unangenehmen Kotfressen aufhört. Wichtig ist, dass alle Vorkehrungen zu treffen sind um den Hund mit dem abnormen Verhalten des Kotfressens gar nicht erst beginnen zu lassen.

Sollte der Hund nicht zu überreden sein, mit dem Kotfressen aufzuhören, kann auch spezielles Training helfen.

 Maßnahmen

  • Saubere und hygienische Haltung auf genügend großem Raum
  • Reichlich Auslauf oder sonstige Bewegung des Hundes
  • Artgerechte Ernährung mit besonderer Berücksichtigung einer täglichen ausgewogenen Versorgung mit allen lebensnotwendigen Mineralstoffen und Vitaminen.

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Vergiftung: Birkenzucker/ Xylitol https://vet-team-pottenstein.at/birkenzucker-xylitol-vergiftung-beim-hund-bei-katzen-unbedenklich/ Thu, 08 Mar 2018 17:36:14 +0000 http://vet-team-pottenstein.at/?p=1372 Birkenzucker/Xylitol  Vergiftung beim Hund – bei Katzen unbedenklich? Was ist Xylitol? Xylitol, auch bezeichnet als Birkenzucker oder Xylit,  ist ein natürlicher Zucker, […]

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Birkenzucker/Xylitol  Vergiftung beim Hund – bei Katzen unbedenklich?

Was ist Xylitol?

Xylitol, auch bezeichnet als Birkenzucker oder Xylit,  ist ein natürlicher Zucker, der in zahlreichen Gemüse- und Obstsorten, aber auch  in der Rinde verschiedener Bäume zu finden ist. Da Xylitol weitaus weniger Kalorien als Saccharose – der haushaltsübliche Zucker – hat  und den menschlichen Blutzuckerspiegel nicht beeinflusst, wird es zum Süßen von Diät – und Diabetikerprodukten genutzt bzw vielfach als gesunde Alternative zum herkömmlichen Zucker angeboten. Seit festgestellt wurde, dass Xylitol eine antibakterielle und damit „Anti-Karies“ Wirkung besitzt, wird es häufig in zuckerfreien Kaugummis eingesetzt und mit zahnpflegender Wirkung beworben.  In Lebensmitteln wird Xylitol als E967 angegeben und kann in Kaugummis, Bonbons, Schokolade etc enthalten sein.
Xylitol ist für den Menschen ungefährlich, kann aber beim Hund aber zu großen gesundheitlichen Problemen führen. Für Katzen sind Produkte, die Xylitol enthalten unbedenklich, in der wissenschaftlichen Literatur werden keine Fälle  von Vergiftungen erwähnt, obwohl in zahlreichen Beiträgen im Internet anderes berichtet wird.

Bonbons, Kaugummis und Schokoladen gehören daher gut verstaut. Am besten in einer Höhe, die der Hund nicht erreichen kann, falls er es doch schafft, die Schranktüren zu öffnen. Das gleiche gilt für Lebensmittel, die mit Xylitol hergestellt wurden, zum Beispiel Kuchen – der gerne mal geklaut oder von kleinen Kindern verfüttert wird, die dem fragenden Blick Ihres Hundes einfach nicht widerstehen können. Auch neugierige Hunde, die Bonbons oder sogar Kaugummi aus Taschen und Rucksäcken holen und fressen, können Opfer einer Xylitol-Vergiftung werden.

Wird der Hund beim Naschen eines xylitolhaltigen Nahrungsmittels erwischt, oder finden sich Spuren wie z.B. Kaugummipapiere, muss das Tier unbedingt sofort tierärztlich versorgt werden. Schon mehrere Bonbons, Kaugummis oder Kekse können für kleinere Hunde tödlich sein!

Ein kleines Rechenbeispiel: Bereits eine Menge von 0.1 mg/kg Körpergewicht kann zu Unterzuckerung führen, eine Menge von 0.5 mg/kg bei einigen Hunden bereits zu Leberschäden. Wenn ihr Hund einen Kaugummi gefressen hat und Xylitol nicht an erster Stelle der Zutaten aufgeführt ist, kann von  einer Menge von 0.3g    (300 mg) pro Kaugummi ausgegangen werden ….

Symptome

Bei Hunden führt Xylitol dosisabhängig zur Ausschüttung von Insulin und in Folge zu einem starken bis lebensbedrohlichen Abfall des Blutzuckerspiegels. Höhere Dosierung kann akut zu schweren Leberschäden bis hin zu einem tödlichen Leberversagen führen.

Die Hauptsymptome  einer Xylitol-Vergiftung beim Hund sind anfänglich Folge des Unterzuckers – Apathie, Zittern, Erbrechen, Schwäche bis zur Seitenlage, Krampfanfälle, deutlich gesteigerte Herzfrequenz, bei akutem Leberversagen auch Gelbsucht. Die ersten Symtome treten nach 20 bis 30 Minuten auf.

Therapie

Der Hund gehört sofort und schnellstmöglich als Notfall in tierärztliche Behandlung, informieren Sie Ihre Tierärztin oder Ihren Tierarzt bereits telefonisch von der Vergiftung. Wenn Sie sicher sind, dass der Hund an einer Xylitol Vergiftung leidet, können Sie versuchen, zur Überbrückung für die Fahrt Honig oder Traubenzucker einzugeben.

 

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