Verhalten Archive - Vet-Team Pottenstein https://vet-team-pottenstein.at/category/wissenswertes/verhalten/ Dr. Viktoria Remer & Dr. Karin Strasser Thu, 04 Dec 2025 15:19:14 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9 Sylvester 6 – es ist soweit … https://vet-team-pottenstein.at/sylvester-6-die-letzten-tipps/ Wed, 03 Dec 2025 10:39:27 +0000 https://vet-team-pottenstein.at/?p=2772 …..was BesitzerInnen ohnehin wissen 🙂 Prinzipiell macht es Sinn, auch Tiere, die noch keine ausgeprägte Feuerwerksangst haben, mit stressreduzierenden Maßnahmen zu unterstützen […]

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…..was BesitzerInnen ohnehin wissen 🙂

Prinzipiell macht es Sinn, auch Tiere, die noch keine ausgeprägte Feuerwerksangst haben, mit stressreduzierenden Maßnahmen zu unterstützen – am besten bereits 2 Tage vor und einen Tag nach Sylvester

Sicherer Rückzugsort

Bereits einige Zeit vor Sylvester macht es Sinn, einem ängstlichen Hund einen gemütlichen Bereich zu schaffen. Dieser sollte so gut wie möglich schallgedämmt sein, z B durch schwere Vorhänge, geschlossene Rollläden, dicke Teppiche oder Lage im Kellerbereich. Ein paar getragene Kleiderstücke tragen ebenfalls maßgeblich zum Komfort bei. Der Hund sollte sich in „seinem“ Raum frei bewegen können und sich gegebenenfalls auch unter Tischen, Sofas etc verstecken können.

Tiere sollte diesen sicheren Rückzugsort spätestens im Laufe des Dezembers kennenlernen.

Sylvestertag

Den Wohnbereich kann man  so früh wie möglich durch Schließen von Fensterläden und Vorhängen von den Außengeräuschen abgeschottet.

Der letzte Spaziergang des Tages erfolgt am besten so früh wie möglich – und auch beim bravsten Vierbeiner unbedingt an der Leine, um kopflose Flucht zu vermeiden, falls der Hund erschrickt.

Die BesitzerInnen sollen für ihren Hund eine Stütze und idealerweise ein „fröhliches Vorbild“ sein. Bieten Sie Ihrem Hund jederzeit Körperkontakt und Schutz – ohne ihn zu sehr zu bedauern . Hunde können intensive Tröstungsversuche dahingehend interpretieren, dass die Lage tatsächlich dramatisch ist – wenn sogar der sonst so normale Sozialpartner Mensch sich anders verhält 🙂 Die Gesellschaft gelassener Hundefreunde kann gut tun – Hunde sind gute Beobachter und orientieren sich an dem, was andere –  weisere – in der Gruppe  machen.

Hat der Hund das „Entspannungstraining“ gelernt, ist der 31.12 ein idealer  Zeitpunkt  🙂

Spezielle Leckerchen und Spiele am Rückzugsort können helfen,  den Hund abzulenken, aufgeregte Spiele am besten  vermeiden.

Auch Hintergrundgeräusche, wie leise Musik oder „weißes Rauschen“  helfen, die Lautstärke der Knallerei zu dämpfen .

„Weißes Rauschen“ ist Rauschen mit gleichbleibender Intensität in einer bestimmten Frequenz und wird in der Medizin z.B als Einschlafhilfe bei Babies oder beim Tinnitus benützt.

CD: Weisses Rauschen für Hunde

WIR WÜNSCHEN ALLEN HUNDEN /UND IHREN ZWEIBEINERN EIN RUHIGES UND  ENTSPANNTES FEST

Foto: Pixabay

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Sylvester 5 – Medikamente https://vet-team-pottenstein.at/sylvester-5-medikamente/ Mon, 01 Dec 2025 10:03:30 +0000 https://vet-team-pottenstein.at/?p=2770 In Bezug auf Medikation gibt es im  Wesentlichen 2 Therapieansätze – die Verwendung dauerhafter oder akut angstlösender Medikamente. Für Sylvester maßgeblich ist […]

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In Bezug auf Medikation gibt es im  Wesentlichen 2 Therapieansätze – die Verwendung dauerhafter oder akut angstlösender Medikamente.

Für Sylvester maßgeblich ist die akute angstlösende Medikation, das Medikament wird nur rund um den Jahreswechsel gegeben.

Es gibt mit SILEO ein relativ neues, sehr sicheres  Medikament, das  speziell für die Geräuschangst entwickelt wurde. Als Gel verarbeitet, wird es über die Backenschleimhaut aufgenommen und wirkt angstlindernd, ohne zu sedieren. Der Hund bleibt vollkommen aufnahmefähig, daher eignet sich dieses Präparat auch dazu, den Hund beim  Training gegen Geräuschangst zu unterstützen.

Sileo sollte verabreicht werden, sobald der Hund Anzeichen von Angst zeigt, oder typisch angstauslösende Geräusche auftreten oder erwartet werden. Nach 15 – 60 Minuten erreicht SILEO die volle Wirksamkeit, die Wirkung hält ca 2- 3 Stunden an, je nach Hund und dessen Stoffwechsel. Bei Bedarf – länger anhaltendem Lärm zu Sylvester zum Beispiel – kann die Dosis bis zu 5 x im Abstand von jeweils mindestens 2 Stunden gegeben werden. Wichtig ist, das Gel auf die Mundschleimhaut – zwischen Lefze und Zahnfleisch – aufzutragen, der Hund soll nicht abschlucken, um die volle Wirksamkeit zu garantieren.

BITTE VORBESTELLEN – um eventuelle Engpässe zu vermeiden.

Weiters verwenden wir ein „Benzodiazepin“ – vielen unserer TierbesitzerInnen bereits bekannt. Die Dosierung ist hier individuell anzupassen, da Hunde auf dieses Medikament unterschiedlich reagieren, entsprechend ist  auch die Wirkdauer mit 6 – 12 Stunden sehr unterschiedlich.  Sinnvoll ist, bereits im Vorfeld die passende Dosierung für den Hund zu finden. Wir beginnen mit der Medikation am 30.12. abends und empfehlen die letzte Dosierung am 1.1. morgens.

Zusätzlich können Adaptil oder Nahrungsergänzungsmittel in höherer Dosis gegeben werden – wenn nicht schon längerfristig damit begonnen wurde .

Dauerhaft angstlösende Medikation empfiehlt sich vor allem bei generalisierter Ängstlichkeit und  umfassender Geräuschphobie, kombiniert mit Verhaltenstherapie.

Foto: Pixabay

 

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Sylvester 4 – Ergänzungsfuttermittel und mehr https://vet-team-pottenstein.at/sylvester-4-ergaenzungsfuttermittel-und-mehr/ Sun, 30 Nov 2025 10:32:26 +0000 https://vet-team-pottenstein.at/?p=2750 Mit Ergänzungsfuttermitteln sollte ca 3 Wochen vor Sylvester begonnen werden – auch wenn die Tiere um den 31.12. ein zusätzliches Medikament  bekommen. […]

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Mit Ergänzungsfuttermitteln sollte ca 3 Wochen vor Sylvester begonnen werden – auch wenn die Tiere um den 31.12. ein zusätzliches Medikament  bekommen. Besonders wichtig ist, zu wissen, dass Hunde mit Schmerzen, z B Arthrosepatienten, vermehrt unter Lärm leiden können.

Ergänzugsfuttermittel

L- Tryptophan ist eine Aminosäure und die Vorstufe von Serotonin. Erhöhte L- Tryptophanspiegel im Gehirn bewirken eine gesteigerte Serotoninfreisetzung – und wie beim Menschen wirkt Serotonin stimmungsaufhellend und wird gelegentlich als Glückshormon bezeichnet.

Casozepin wird aus Milcheiweiß gewonnen und weist ebenfalls angstlösende Eigenschaften auf. Das Präparat wird in der Regel auch von Katzen problemlos mit dem Futter aufgenommen, mit einem Wirkungseintritt ist nach einer Behandlungsdauer von ein bis zwei Wochen zu rechnen.

Neben einer an den Patienten angepassten Verhaltenstherapie kann die Gabe von Casozepin und  L – Tryptophan eine sinnvolle Ergänzung für stark gestresste oder ängstliche Tiere sein.

Für Katzen und kleine Hunde gibt es diese beiden Nahrungsergänzungsmittel kombiniert in einem speziellen Futter.

Eine weitere Aminosäure ist  L-Theanin , das aus aus Teeblättern gewonnen wird und wie Casozepin über spezielle Rezeptoren  im Hirn  ebenfalls Stress, Angst und Nervosität reduziert.

Seit einigen Jahren hat auch Hanföl in die Tiermedizin Einzug gehalten. Hanf basierte Produkte unterstützen ein ausgeglichenes Verhalten von Hunden und Katzen, älteren Tiere fällt nach der Anwendung häufig die Bewegung leichter. Halluzinogene Substanzen sind in unseren Produkten nicht vorhanden

Pheromone

Pheromonpräparate sind natürlichen Geruchsbotenstoffen nachempfunden und wirken beruhigend, angstlösend und stressreduzierend bei Hund und Katz. Das Produkt ist für Hunde als Halsband, in Tablettenform, als Spray und als Verdampfer für die Steckdose  zu bekommen, für Katzen steht ebenfalls ein Verdampfer zur Verfügung.

Pheromone Katzen

Pheromone Hund

Präparate auf Pflanzenbasis

Baldrian, Melisse, Passiflora oder Hopfen werden auch bei Tieren beruhigende Wirkung zugesprochen.

Foto: Pixabay

 

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Sylvester 3 – Thundershirt, Geräusch CD und TTEAM https://vet-team-pottenstein.at/das-thundershirt-sylvester-3/ Fri, 28 Nov 2025 11:37:43 +0000 https://vet-team-pottenstein.at/?p=2723 Was ist ein Thundershirt? Das Thundershirt ist ein T-Shirt für Hunde in stressigen oder beängstigenden Situationen. Mittels Klettverschluss wird es so eng […]

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Was ist ein Thundershirt?
Das Thundershirt ist ein T-Shirt für Hunde in stressigen oder beängstigenden Situationen. Mittels Klettverschluss wird es so eng um den Hund angelegt, dass das T-Shirt leichten und gleichmäßigen Druck auf den Brustkorb ausübt. Eingesetzt wird das Thundershirt zum Beispiel bei Gewitter, Auto fahren, Trennungsangst, Geräuschangst und vieles mehr.
Das Thundershirt sitzt optimaler Weise so, dass es im vorderen Brustbereich leichten, angenehmen Druck ausübt. Auf der Haut des Hundes sitzen Sensoren, die diese Berührungen wahrnehmen. Sanfte Berührungen wie Streicheln, oder der Druck des Thundershirts sorgen dafür, dass im Hundekörper Oxytocin ausgeschüttet wird. Dieses Hormon löst im Hund Entspannung aus und ist der Gegenspieler von Cortisol, dem Stresshormon.

Ist ein Training notwendig?
Generell wirkt das Thundershirt aufgrund des Drucks, der auf den Hundekörper ausgeübt wird. Wird das Thundershirt allerdings immer nur in für den Hund aufregenden Situationen angezogen, erfolgt eine klassische Konditionierung – für den Hund wird das Thundershirt zu einer Ankündigung von unangenehmen Situationen. Dadurch verliert es seine entspannende Wirkung. Sinnvoll ist, dem Hund das Thundershirt immer wieder anzuziehen, wenn er entspannt ist, zum Beispiel vor dem Schlafen gehen oder abends auf der Couch.

Was ist zu beachten?
Bevor man das T-Shirt in schwierigen Situationen einsetzt, sollte man ausprobieren, ob der Hund das Anziehen und Tragen mag. Legt er die Ohren an oder gähnt er mehrmals, empfindet der Hund das Anziehen als unangenehm. Manche Hunde rühren sich mit dem T-Shirt nicht mehr, werden steif und klemmen die Rute zwischen die Beine. In solchen Fällen ist das Thundershirt nicht für den Hund geeignet.
Auch der Klettverschluss kann gerade bei sensiblen und geräuschempfindlichen Hunden Probleme bereiten. Der Klettverschluss ist fest und  erzeugt beim Lösen laute Geräusche – was für geräuschempfindliche Hunde ein Problem sein kann.

Das Training sollte entspannt und ohne Eile erfolgen, am besten in kleinen Schritten mit viel Belohnung – Spiel, Leckerli, Gassi gehen etc.

 Fazit:
Das Thundershirt ist kein Allheilmittel gegen Angst. Es gibt Hunde, die das Thundershirt nicht mögen und vorher ein Training benötigen. Ist der Hund das Tragen aber gewöhnt, ist das Thundershirt eine wunderbare Methode, um seinem Hund Entspannung in stressigen Situationen zu verschaffen. Dadurch kann das Training an Angstauslösern erleichtert werden, vor allem wenn man das regelmäßige Aufladen mit entspannten Situationen, beachtet.

Thundershirt

Geräusch CD

Zum Verhaltenstraining speziell bei  Geräuschangst  gibt es Geräusch-CDs zur Desensibilisierung – ein längerfristiges, aber lohnendes Projekt.  Cds gibt es mit verschiedenen Themen, zum Beispiel mit Geräuschen von Silvester, Gewitter, Schüssen  etc. Ein Training mit Geräusch-CDs sollte bereits Monate vor Sylvester, gegebenenfalls  mit Hilfe eines Trainers oder einer Trainerin, beginnen.

TTouch und TTEAM®

Bei dieser Methode nach Linda Tellington Jones wird mit speziellen Berührungen (sogenannte Tellington-Touches) am gesamten Körper des Tieres gearbeitet, um Spannungen und Ängste zu lösen. Das beruhigt zuverlässig auch die ausführenden Personen 🙂 !!

Tellington Touch

 

Foto: Thundershirt

 

 

 

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Sylvester 2 – Entspannungstraining https://vet-team-pottenstein.at/sylvester-2-entspannungstraining/ Wed, 26 Nov 2025 09:45:21 +0000 https://vet-team-pottenstein.at/?p=2705 Als besonders hilfreich – auch generell für stressige Situationen – hat sich das Entspannungstraining erwiesen . Dem Hund wird beigebracht, sich auf […]

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Als besonders hilfreich – auch generell für stressige Situationen – hat sich das Entspannungstraining erwiesen . Dem Hund wird beigebracht, sich auf ein antrainiertes Signal  zu entspannen. Dieses Signal kann durch die Verwendung der immer gleichen Decke als Entspannungsort  verstärkt und zuverlässiger abgerufen werden.

Das Training erfolgt am besten mindestens zweimal täglich. In einer ruhigen Atmosphäre – z.B.abends,  wird gewartet, bis sich der Hund entspannt hinlegt. Gelobt wird möglichst genau  zum Zeitpunkt des Ablegen des Kopfes oder wenn sich der Hund auf die Seite legt. Das Lob wird mit ruhiger und tiefer Stimme durchgeführt. Überschwängliches Lob, das zu erhöhter Erregungslage führt, ist zu vermeiden. Eine andere Möglichkeit ist, den Hund mit dem Kommando PLATZ  abzulegen und ruhig daneben  zu warten, bis er sich weiter entspannt.

Nach einigen Trainingseinheiten wird der Hund anfangen, zu begreifen, dass er gelobt wird, wenn er beginnt, sich hinzulegen und das Verhalten öfter anbieten. Dann kann das Kommando  ENTSPANN DICH  oder RELAX  eingeführt werden. Dieses Kommando sollte im exakten Moment des Ablegens kommen – wenn der Kopf die Decke berührt. Nur dann wird eine entsprechende Verknüpfung hergestellt. Das wird über mehrere Tage gefestigt.

Im nächsten Schritt wird der Hund PLATZ geschickt und dann durch das Kommando RELAX gebeten, sich zu entspannen.  Gehorcht der Hund, wird sofort ruhig gelobt. Ist das gefestigt, kann der Hund aus dem SITZ oder aus dem Stehen in die Entspannung geschickt werden.

Es wird empfohlen, dieses Kommando immer auf derselben Decke ausführen zu lassen. Die Decke wird mit der Entspannung verknüpft und kann überall verwendet werden. Die Decke kann auch zusätzlich mit Pheromonen behandelt werden.

Der sichere Rückzugsort

Bereits einige Zeit vor Sylvester macht es Sinn, einem ängstlichen Hund einen gemütlichen Bereich zu schaffen. Dieser sollte so gut wie möglich schallgedämmt sein, z B durch schwere Vorhänge, geschlossenen Rollläden, dicke Teppiche oder Lage im kellerbereich.

Der Hund sollte diesen sicheren Rückzugsort spätestens im Laufe des Dezembers kennenlernen.

Foto: Pixabay

 

 

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Sylvester 1 – Feuerwerksphobie oder Angst? https://vet-team-pottenstein.at/sylvester-1/ Tue, 25 Nov 2025 09:40:37 +0000 https://vet-team-pottenstein.at/?p=2611 Feuerwerksphobie oder Angst? Ein Erschrecken bei einem lauten, plötzlichen Geräusch gehört zum normalen Verhalten unserer Hunde. Wenn die gezeigte Reaktion nicht mehr […]

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Feuerwerksphobie oder Angst?

Ein Erschrecken bei einem lauten, plötzlichen Geräusch gehört zum normalen Verhalten unserer Hunde. Wenn die gezeigte Reaktion nicht mehr der Situation angemessen ist und das Angstverhalten eskaliert, spricht man von einer Geräuschphobie. Die Sylvester- oder Feuerwerksphobie ist neben der Gewitterphobie die bekannteste Geräuschphobie beim Hund.

Prinzipiell ist Angst eine natürliche Reaktion auf Gefahr. In einem gesunden Maß sichert Angst unser aller Überleben, Tier und Mensch , indem sie uns vor Bedrohung zurückschrecken lässt. Im Unterschied zur gesunden Angst ist die Angst bei einer Phobie krankhaft übersteigert und beeinträchtigt das Leben der betroffenen Hunde  und ihrer Menschen meist erheblich.

Während Ängste entstehen können, ohne dass das betroffene Tier etwas über deren Herkunft weiß, liegt  bei der Phobie eine relativ genaue Vorstellung der Bedrohung vor.

Bei einigen Rassen besteht eine genetische Veranlagung zur Lärmempfindlichkeit, zum Beispiel bei Hütehunden oder Lagotto Romagnolos. Häufig ist auch mangelnde Sozialisation wie bei der  Aufzucht eines Welpen in reizarmer Umgebung die Ursache.  Betroffen sind auch alte Hunde: da Angststörungen im fortgeschrittenen Alter intensiver werden können, verschlechtern sich auch milde Geräuschphobien jedes Jahr – es sei denn, der Hund wird schwerhörig. Neueren Untersuchungen zu Folge reagieren Schmerzpatienten mehr als normale Tiere auf Lärm und profitieren sehr von beruhigenden Mitteln.

Die Lärmbelastung zu Sylvester ist allerdings grundsätzlich für jeden Hund eine Stressbelastung.

Feuerwerksphobie kann  bei jedem Hund jederzeit entstehen, wenn er besonders intensivem Lärm durch Raketen und Böller ausgesetzt ist. Die anhaltende Lärmbelastung ist eine massive Reizüberflutung, der der Hund nicht ausweichen kann. Der entstehende Stress ist irgendwann nicht mehr zu kontrollieren, es kommt zu einer Panikreaktion.

Das Alleinsein während eines Feuerwerks kann die Entstehung einer Geräuschphobie begünstigen.

Ist die Geräuschphobie einmal etabliert, kommt es auch zur „Angst vor der Angst“ und zu einer entsprechenden negativen Erwartungshaltung –  auch bei abgeschwächten Reizen wie einem leisen Geräusch oder verknüpften Reizen wie z.B Herrichten des Raclettes zu Sylvester.

Auch die spezielle Atmosphäre vor einem Gewitter beispielsweise kann  bei phobischen Hunden bereits zu Panik führen.

Foto: Pixabay

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Panisches Neues Jahr https://vet-team-pottenstein.at/panisches-neues-jahr/ Tue, 28 Dec 2021 14:44:22 +0000 https://vet-team-pottenstein.at/?p=2890 Feuerwerke und Böller: Sylvester ist für viele Tiere der schlimmste Tag des Jahres, für Wildtiere unter Umständen sogar der letzte…   Mittlerweile […]

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Feuerwerke und Böller: Sylvester ist für viele Tiere der schlimmste Tag des Jahres, für Wildtiere unter Umständen sogar der letzte…

 

Mittlerweile verzichten viele Städte auf große Feuerwerke, Graz hat zum Beispiel auf eine Lasershow umgestellt, Innsbruck auf eine Wassershow. Aber quer durch Österreich werden viele Böller und Leuchtraketen privat gezündet, im Heimatort, in Hütten, in den Bergen. Das Entzünden von Raketen  ist zwar im Ortsgebiet verboten, aber kaum zu kontrollieren. Ein völliges Verbot privater Feuerwerke wird mittlerweile von vielen Seiten gefordert, vom Verband der österreichischen Pyrotechnik aber energisch zurückgewiesen. Der Handel reagiert, Billa und Lidl verkaufen seit längerem keine Feuerwerke mehr, Hofer, Spar und Penny seit heuer – aber Verkauf verlagert sich dann eben auf Standln oder wie überall – ins Internet.

Was für viele von uns traditionell zum Jahreswechsel gehört, richtet andernorts großen Schaden an – von Feinstaubhöchstwerten bis zum Fiasko für die Tierwelt.

Der Lärm ängstigt neben Kindern und alten Menschen natürlich besonders Tiere mit ihrem viel besseren Gehör – ob wild oder in unserer Obhut. Licht- und Geruchsbelastung durch Feuerwerkskörper tragen zusätzlich zur Panik bei. Auch bleibende Gehörschäden und Verletzungen am Körper durch verirrte Feuerwerkskörper sind keine Seltenheit – weder bei Menschen noch Tieren. Für MitbürgerInnen mit Kriegsvergangenheit ist die Sylvesterknallerei sowieso ein Alptraum

Wildtiere haben in der Sylvesternacht generell ein deutlich höheres Risiko zu sterben. Der Energiehaushalt ist im Winter auf Sparflamme geschaltet – um die kalte und futterarme Zeit überhaupt überleben zu können. Stress und panisches Flüchten verbrauchen große Mengen an Energie, was die Tiere massiv schwächt. Häufig werden auch vertraute Futterplätze in Panik verlassen und Hunger gefährdet die Tiere weiter.  Vor allem in den Bergen und in Waldnähe sind Feuerwerke und Böller komplett fehl am Platz.

Wildtier- und Vogelauffangstationen können die Panik ihrer Insassen live miterleben. Vögel brechen sich bei Fluchtversuchen die Flügel, Rehe springen gegen den Zaun, Pferdebesitzerinnen schaufeln doppelt so viele Knödel wie sonst von ihren Koppeln.

Bleiben die Hunde, deren Stress für uns am offensichtlichsten ist. Sich zu fürchten ist das eine, abzuhauen, weil im Ort ungefähr ab Weihnachten Raketen getestet werden müssen, das andere. Hunde werden nach ihrer Flucht vor der Knallerei häufig fünf Orte weiter weg gefunden –  allerdings nur, wenn sie im Straßenverkehr aufpassen. Auf der Facebook Seite „Hunde-Such-Hilfe“ https://www.facebook.com/HundeSuchHilfe gehen zu Sylvester im Minutentakt Meldungen über entlaufene Hunde ein….

Tipps für Sylvester mit Hund gibt es viele, siehe die FB Seiten zahlreicher tierärztlicher Praxen. UND es gibt die Möglichkeit, besonders ängstlichen Tieren am Sylvestertag ein Beruhigungsmittel zu verabreichen, da Ängste und Phobien bei betroffenen Hunden  in aller Regel von Jahr zu Jahr schlimmer werden.

PS: Auch Katzen und  Heimtiere wie Kaninchen und Meerschweinchen leiden unter dem Lärm, Vorhänge zu, leise Musik, ev Käfig abdecken können hier abhelfen. Katzen sollten in dieser Nacht mal zuhause sein …

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Wohnungskatzen brauchen Beschäftigung! https://vet-team-pottenstein.at/wohnungskatzen-brauchen-beschaeftigung/ Wed, 28 Nov 2018 16:15:14 +0000 http://vet-team-pottenstein.at/?p=1931 Wohnungskatzen brauchen Beschäftigung! Katzen ausschließlich in der Wohnung zu halten kann eine Herausforderung sein, was soll so eine Katze auch den lieben […]

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Wohnungskatzen brauchen Beschäftigung!

Katzen ausschließlich in der Wohnung zu halten kann eine Herausforderung sein, was soll so eine Katze auch den lieben langen Tag tun, wenn sie schon alles hat?
Vor allem in Städten, aber auch am Land an viel befahrenen Straßen oder aus gesundheitlichen Gründen   werden Katzen in der Wohnung gehalten.

Da der  reinen Wohnungskatze  viele  Möglichkeiten, ihre Verhaltensweisen wie Erforschen von Gerüchen auf dem täglichen Reviergang oder bei der Jagd, auszuleben, fehlen, stellt sich die Frage nach körperlicher und geistiger Beschäftigung.

Um Katzen auch unter den eingeschränkten Bedingungen einer Wohnung ein abwechslungsreiches und möglichst artgerechtes Leben zu bieten, ist Wissen um ihre natürlichen Bedürfnisse und viel Fantasie gefragt …

Katzen jagen kleine Beutetiere und bevorzugen zehn oder mehr – allerdings sehr kleine – Mahlzeiten, eher Snacks. Andererseits ist dauerndes Futterangebot für die
gelangweilte Wohnungskatze der sicherste Weg zum Übergewicht.

Activity Feeding ist ein Weg zu mehr Bewegung!
Verringern Sie die Portionen in der Futterschüssel. Ab nun darf Ihre Katze einen Teil der Mahlzeiten selbst „erjagen“. Dazu verstecken Sie überall in der Wohnung einzelne Stückchen Trockenfutter, Zahnhygiene-oder Vitaminsnacks. Anfangs an leicht zugänglichen Stellen und, wenn Ihre Katze das neue Spiel schon kennt, an immer schwieriger zu erreichenden Orten. Für besonders aktive und anspruchsvolle Katzen können Sie Trockenfutter auch in kleinen Schachteln, Papiersäckchen oder in einem gelochten Rasenziegel, wie er für begrünte Parkplätze verwendet wird, anbieten.
Das Prinzip dieser Fummelbretter ist: Futter soll von der Katzer durch Denken oder Fummeln erarbeitet werden und nicht so einfach zugänglich sein.

Eine weitere und einfachere Möglichkeit: Sie bieten Ihrer Katze ein Pipolino an!

Dieser mobile Trockenfutterspender hat ein individuelles Lochsystem, mit dem die Katze ihr Futter durch Bewegung erarbeiten kann. Das Pipolino ist kein Spielzeug für die Katze, das nach einiger Zeit seinen Reiz verliert, sondern eine ernste und wichtige Aufgabe!

Gerüche sind für Katzen außerordentlich wichtig. Bringen Sie Ihrer Katze hin und wieder neue Gerüche aus der Natur mit – z.B. einen Stein oder ein Stück Holz vom Spaziergang, einen Strauß duftender Gräser und Blumen oder einen mit Heu (aus der Tierhandlung) gefüllten Polster. Auch vom Einkauf im Supermarkt können Sie Neuigkeiten mitbringen – Papiertragtaschen oder Kartons. Fast alle Katzen fühlen sich magisch von diesen kleinen Höhlen angezogen, spielen und verstecken sich gerne darin.  Achtung: Tragegriffe auf alle Fälle vorher durchschneiden, die Katze kann hängen bleiben und in Panik geraten oder sich verletzen!

Veränderungen in ihrer begrenzten Umwelt sind für reine Wohnungskatzen viel dramatischer – erleben sie doch im Vergleich zur Freilaufkatze nur wenig
Abwechslung. Fördern Sie die geistige Flexibilität Ihrer Katze, indem Sie öfter mal kleine Dinge verändern. Dann erlebt Ihre Katze nicht gleich eine existentielle Krise, wenn ein neues Möbelstück in die Wohnung kommt. Wichtig ist ein ausgewogenes Zusammenspiel von anregenden Neuigkeiten und Abwechslung und vertrauter stabiler Gewohnheit, auf die sich die Katze bei Unsicherheit verlassen kann.

Ganz wesentlich für die Lebensqualität der Wohnungskatze sind erhöhte Sitzplätze
.Für die abendlichen Spielrunden ist dann nicht der Vorhang, sondern die Kletterwand Auslaufraum in die dritte Dimension. Befestigen Sie einfach einen Kokosläufer
oder einen Sisalteppich an einer Wand, ein oder zwei Sitzbretter dazu, und fertig ist die platzsparende Klettervariante.
Aber auch ein raumhoher Kletterbaum muss nicht unbedingt viel Platz einnehmen. Hier die wichtigsten Kriterien für einen katzengerechten Kletterbaum:

• durchgehende Kletterstrecke ohne behindernde Zwischenbretter
• stabil und standfest
• Abstieg durch kleine und nicht zu steile Sprünge (ca. 100cm, 45° Winkel) möglich
• Sichere Aussichtsplätze

Neben Klettermöglichkeiten brauchen Katzen natürlich auch Kratzstellen, wenn Ihre Möbel verschont bleiben sollen. Ein herkömmlicher Kratzbaum erfüllt nicht unbedingt alle Vorstellungen einer Katze für eine aussagekräftige Kratzmarkierung. Katzen bevorzugen Materialen, bei denen die Fetzen fliegen: grobe rissige Rinde, weiches Holz, grobstrukturierte Natur-Textilien. Und damit diese Katzen-Graffiti zum echten Hingucker werden, müssen sie natürlich auch verkehrstechnisch günstig liegen. Gute Kratzstellen liegen am Weg vom Schlafplatz zum Futterplatz – dort nehmen Katzen das erstbeste Objekt für ihre Showeinlage. Achten Sie auf Stabilität, ausreichende Höhe (120cm) und katzenfreundliches Material – schon ein Fußabstreifer aus Sisal oder Kokosfaser, an der richtigen Stelle befestigt, ist eine ideale Kratzstelle.

Neben allen diesen Einrichtungsangeboten für Ihre Katze ist aber eines ganz besonders wichtig: interaktives Spiel

! Eine abendliche Spielrunde von 20 Minuten ist das Minimum für ein aktives Katzenleben in der Wohnung. Je realistischer Ihr Spielangebot, desto eher wird Ihre Katze die Herausforderung annehmen. Wichtig zu wissen, dass Katzen Lauerjäger sind und nur einzeln auf die Jagd gehen. Gestalten Sie vor der Spielrunde ein wenig Deckungsmöglichkeiten – seitlich liegende Kartons, den Teppich oder eine Decke zu großen Falten aufgeworfen oder ein umgedrehter Wäschekorb – bieten Versteckmöglichkeiten. Bedenken Sie auch, dass sich Mäuse vor Katzen eher verstecken und flüchten; als guter Spielpartner Ihrer Katze sollten Sie sich in eine Maus verwandeln können.
Ungeduld ist dabei ausgesprochen spaßbremsend – für die Katze beginnt das Spiel schon lange bevor sie tatsächlich los springt!
Die reine Wohnungshaltung von Katzen kann durchaus artgerecht sein – es liegt an Ihrer Bereitschaft, Neues über Katzen zu lernen und Ihrer Fantasie, einen  abwechslungsreichen Lebensraum zu gestalten, um den geistigen und körperlichen Fähigkeiten Ihrer Katze gerecht zu werden.

Impressum:
© Dipl. Tierarzt Sabine Schroll, 2014 Krems/Donau

Weitere Fummelbretter finden Sie auf folgendem link:

Fummelbretter

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Hund oder Katze haben Stress? https://vet-team-pottenstein.at/hund-oder-katze-haben-stress/ Wed, 21 Nov 2018 17:36:54 +0000 http://vet-team-pottenstein.at/?p=1925 https://www.feliway.com/de

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https://www.feliway.com/de

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Die Kaninchen WG – ein neues Kaninchen kommt ins Haus https://vet-team-pottenstein.at/die-kaninchen-wg-ein-neues-kaninchen-kommt-ins-haus/ Tue, 08 May 2018 16:12:26 +0000 http://vet-team-pottenstein.at/?p=1411 Wer passt zusammen? Aufgrund ihrer  Natur als Rudeltiere dürfen Kaninchen  nicht einzeln gehalten werden, was auch im Tierschutzgesetz verankert ist. Paarhaltung in […]

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Wer passt zusammen?

Aufgrund ihrer  Natur als Rudeltiere dürfen Kaninchen  nicht einzeln gehalten werden, was auch im Tierschutzgesetz verankert ist. Paarhaltung in verschiedenen Konstellationen ist quasi das Minimum, am besten harmonieren ein kastrierter Rammler und eine Häsin. Auch zwei Häsinnen verstehen sich meistens gut, vor allem, wenn sie miteinander aufgewachsen sind. Für die gemeinsame Haltung von zwei Rammlern ist Frühkastration zu empfehlen, um Rangkämpfe zu vermeiden

Soll ein Einzeltier Gesellschaft bekommen oder in eine bestehende Gruppe eingegliedert werden, spielt das Alter eine wichtige Rolle. Die Vergesellschaftung von Jungtieren vor der Geschlechtsreife ist in der Regel völlig problemlos, schwierig ist die Zusammenführung geschlechtsreifer Kaninchen. Das Kennenlernen der zukünftigen Partnertiere sollte immer unter Beobachtung auf neutralem Terrain stattfinden, d.h. in einem Teil der Wohnung oder in einem Außengehege mit viel Platz, das keines der beteiligten Tiere als Revier beansprucht. Auch ein fremder Untergrund (z.B. Teppich, Kunstrasen)  kann helfen, weil selbstbewusste Tiere die neue Umgebung  dann häufig viel vorsichtiger erkunden

Regelmäßiges Jagen, ruhige Phasen, Aufreiten  und gegenseitiges Fellausrupfen kann in der Anfangsphase als normal betrachtet werden, solange keine Bißverletzungen auftreten, kann abgewartet werden. Diese Phase kann in seltenen Fällen Wochen dauern, ist aber meist nach einigen Tagen überstanden. Gezielte Bisse und wiederholte Angriffe einerseits, panisches Fliehen und Verstecken mit Verweigerung der Nahrungsaufnahme andererseits, sind Gründe,  eine Zusammenführung abzubrechen.

Wenn die Kaninchen im „Vergesellschaftungsgehege“ mehrere Tage gemeinsam fressen, entspannt nebeneinander liegen oder sich sogar gegenseitig putzen, können sie gemeinsam in ihr neues „Stammgehege“ umziehen

 Kastration

Kastration ist für das Zusammenleben der Tiere sinnvoll. Rammler sollten frühkastriert werden, nach dem Abstieg der Hoden und vor dem Eintreten der Geschlechtsreife, um Rangordnungskämpfe  bei Gruppenhaltung bzw unerwünschten Nachwuchs bei Paarhaltung zu vermeiden.

Häsinnen können  aufgrund eines zu hohen Hormonspiegels zu Aggression gegenüben dem Partnertier oder dem Menschen neigen – Knurren, Schlagen mit den Vorderpfoten  oder Beißen stehen im Vordergrund, auch übermäßiges Scharren, Graben und Nestbauverhalten können Folge einer hormonellen Störung sein. Alle genannten Verhaltensweisen bedeuten andererseits psychischen Stress für die betroffene Häsin und führen zu Unruhe und Streitigkeiten in der Gruppe andrerseits. Im Laufe der Jahre führt der hohe Hormonspiegel sehr häufig zu Gebärmuttererkrankungen, gelegentlich auch zu Gesäugeproblemen.

Die Kastration eines weiblichen Kaninchens wird meist ab einem Alter von 6 bis 12 Monaten durchgeführt. Werden Häsinnen kurzfristig nach Auftreten von Verhaltensproblemen operiert, verschwinden diese nach der Kastration oft vollständig. Sehr dominante Tiere oder Häsinnen mit lange ausgeübten Verhaltensmustern werden in der Regel ruhiger und friedlicher.

Parasiten

Einzeller und Würmer werden mittels Sammelkotprobe von 3 Tagen nachgewiesen, es empfiehlt sich, auch symptomlose Tiere vor Einbringen in einen bestehenden Bestand zu behandeln. Auch nach symptomlosen Phasen können chronische Verdauungsstörungen und Entwicklungsstörungen bei Jungtieren auftreten. Die häufigsten Ektoparasiten, Raubmilben, sind lange symptomlos, während Ohrmilben zu Kopfschütteln und schuppigen Auflagerungen im Ohr führen.  Hautpilze kommen gelegentlich bei neu zugekauften Tieren aus größeren beständen vor und sind auf den Menschen übertragbar.

Impfungen

Die viralen Erkrankungen Rabbit Haemorrhagic Disease (RHD) und Myxomatose werden nicht nur durch direkten Kontakt, sondern auch über stechende Insekten übertragen. Die Prognose für Myxomatose ist ungünstig, RHD führt in der Regel zum Tod des erkrankten Kaninchens. Impfungen können ab der sechsten Lebenswoche durchgeführt werden, sowohl ein Kombinationsimpfstoff, als auch Einzelimpfungen, sind erhältlich.

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Medical Training für Hunde – Körperpflege und Tierarztbesuche vertrauensvoll meistern https://vet-team-pottenstein.at/medical-training-fuer-hunde-koerperpflege-und-tierarztbesuche-vertrauensvoll-meistern/ Tue, 30 Jan 2018 17:12:08 +0000 http://vet-team-pottenstein.at/?p=1259 Medical Training für Hunde

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Medical Training für Hunde

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Verhalten: Zweitkatze https://vet-team-pottenstein.at/zweitkatze/ Fri, 29 Dec 2017 17:45:34 +0000 http://vet-team-pottenstein.at/?p=1061 Die Zweitkatze   Sie haben sich entschlossen, eine zweite Katze zu nehmen. Es geht nichts über einen Artgenossen, vor allem, wenn Frauchen […]

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Die Zweitkatze

 

Sie haben sich entschlossen, eine zweite Katze zu nehmen.

Es geht nichts über einen Artgenossen, vor allem, wenn Frauchen oder Herrchen den ganzen Tag arbeiten muss. Zwei Katzen können sich die Langeweile vertreiben und sich gegenseitig motivieren. Allerdings muss das soziale Verhalten beider Katzen berücksichtigt werden.
Toleranz ist ausschlaggebend!
Voraussetzung für die Anschaffung einer zweiten Katze ist, dass beide Tiere dem sozialen Typ entsprechen, d.h., beide Tiere sollen an Artgenossen gewöhnt sein.
Viele erwachsene Katzen akzeptieren ein Kätzchen problemloser, da sie sich nicht in der Rangordnung bedroht fühlen. Haben Sie eine Katze oder wählen Sie eine Katze aus, die dem Einzelgängertyp entspricht, kann es zu gröberen Auseinandersetzungen kommen.
Im schlimmsten Fall werden sich die beiden Katzen nie akzeptieren – egal wie aufgeschlossen gegenüber Artgenossen die eine Katze ist.

Nr 1 bleibt Nr 1

Der Katze, die bereits im Haushalt lebt, sollten Sie erhöhte Aufmerksamkeit widmen.
Sie war die erste, die im „Revier“ war, und steht daher in der Rangordnung höher als der Neuankömmling. Kümmern Sie sich plötzlich verstärkt um die neue Katze, wird sich Nummer 1 zurückgesetzt fühlen. Eine entsprechende Reaktion in Form von aggressiven Auseinandersetzungen, Unsauberkeit oder auch Harnmarkieren bleibt dann selten aus. Bemühen Sie sich intensiver um die erste Katze, so wird sie in der zweiten keine Bedrohung sehen und ist eher bereit, sie zu akzeptieren.

Schön langsam….

Sorgen Sie bei der ersten Begegnung der beiden Katzen für genügend Rückzugsmöglichkeiten und stellen Sie jedem Tier seine eigene Infrastruktur zur Verfügung (Futter- und Wassernapf, Schlafplatz) Erzwingen Sie keinen Kontakt zwischen den beiden Katzen. Wenn Sie die neue Katze abholen, reiben Sie sie mit der Lieblingsdecke Ihrer ersten Katze ab. So hat der Neuankömmling bereits einen vertrauten Geruch und wird eher akzeptiert.

Kennenlernen braucht Zeit

Verlieren Sie nicht den Mut, wenn die erste Begegnung der beiden Katzen mit ängstlichem Fauchen und Rückzug endet, die Tiere benötigen Zeit, um sich aneinander zu gewöhnen. Lassen Sie die beiden Katzen getrennte Wege gehen, beginnen Sie aber, sie im gleichen Raum zu füttern.
Stellen Sie 2 Futterschüsseln in einiger Entfernung voneinander auf. Wenn die Katzen sich einander ohne Angst und Aggression nähern, um zu fressen, werden die Futterschüsseln beim nächsten Mal etwas näher gerückt. Faucht eine der beiden Katzen, werden die Schüsseln wieder auf die ursprüngliche Entfernung gebracht.
Nach einiger Zeit wird es möglich sein, beide Katzen nebeneinander zu füttern – ohne Anzeichen von Furcht und Aggression.
Ebenso sollten Sie versuchen, beide Katzen zum gemeinsamen Spielen zu animieren.

Raushalten ist wichtig

Halten Sie sich bei den üblichen Konfrontationen der Katzen zurück.
Wenn Sie Partei ergreifen oder gar eine der beiden Katzen bestrafen, wird die Strafe mit der Annäherung an den Artgenossen in Verbindung gebracht. Das wirkt sich immer negativ auf die Beziehung der beiden Tiere aus.

Die ideale Partnerkatze

Wenn Sie die Wahl haben, entscheiden Sie sich für ein gut sozialisiertes Jungtier, d.h. mit einer freundlichen, zugänglichen und nicht ängstlichen Mutter. Zur

ückgezogen im Stall aufgewachsene Kätzchen einer scheuen Mutter und mit wenig Sozialkontakt zu Menschen sind häufig schwieriger zu verpartnern. Auch ein Kätzchen einer gemütlichen Rasse, wie z.B. Perser, ist eine gute Option.

Pheromontherapie – Feliway Friends

Pheromone sind relativ einfache chemische Verbindungen, die spezifische Botschaften überbringen . In der Natur helfen sie, Angst und Stress  zu dezimieren und das Ausbrechen von Aggressionen im sozialen Umfeld zu verhindern. Mutterkatzen geben Pheromone beim saugakt ab, was die  Bindung von Mutter und Kind fördert.“Feliway classic“ist eine exakte Kopie des natürlichen Wohlfühlpheromons der Katze. Es reduziert Stress und vermindert unerwünschtes Verhalten wie Harnmarkieren, Kratzen oder Spannungen der Katzen untereinander.Ein neues Produkt „Feliway Friends“, fördert das harmonische Zusammenleben der Katzen und reduziert Konfliktverhalten wie  Anstarren, Jagen, Kämpfen oder Weg versperren.

Weitere Einzelheite und Filme:

Feliway

Pheromonaustausch mit körpereigenen Pheromonen

Durch den Pheromonaustausch wird Gruppenbindung aufgebaut bzw nach Problemen in einer bereits bestehenden Katzengruppe erneuert
Hierfür wird mit einem Wattebausch über die Haut der Unterkieferäste gestrichen, wo die Pheromonproduzierenden Drüsen sitzen. Anschleißend wird das so abgenommene Sekret bei dem anderen Tier auf Schultern und Rücken verteilt. Diese Prozedur wird mehrmals täglich abwechselnd wiederholt.

Katzentipps, katzengerechte Beschäftigung:

http://www.schroll.at/katzen-inhaltsverzeichnis/

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Verhalten: Stress- und Angstsymptome https://vet-team-pottenstein.at/stress-und-angstsymptome-bei-hund-und-katze/ Tue, 05 Dec 2017 14:25:00 +0000 http://vet-team-pottenstein.at/wp/?p=277 Stress- und Angstsymptome beim Hund Verminderter Spiel- und Erkundungstrieb Gesteigerte oder herabgesetzte Interaktion mit Menschen und anderen Tieren Zutraulichkeit nimmt ab Unruhe, […]

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Stress- und Angstsymptome beim Hund

  • Verminderter Spiel- und Erkundungstrieb
  • Gesteigerte oder herabgesetzte Interaktion mit Menschen und anderen Tieren
  • Zutraulichkeit nimmt ab
  • Unruhe, Nervosität
  • Hecheln und Speicheln
  • Schwitzen an den Pfoten
  • Unkontrolliertes Urinieren oder gar Kotabsetzen
  • Exzessives Putzverhalten
  • Benagen von Krallen, Pfoten oder Schwanz
  • Vermehrtes Bellen, Knurren oder Jaulen
  • Vermehrtes Auftreten von Angst- und Fluchtverhalten sowie Unterwürfigkeitsgesten
  • Angstbeißen
  • Hängende Ohren und Rute
  • Aggression

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Stress- und Angstsymptome bei der Katze

  • Verstecken, Zurückziehen, Meiden von Kontakt zum Menschen und anderen Tieren
  • Unsauberkeit
  • Harnmarkieren
  • Kratzmarkieren
  • Vermindertem Spiel- und Erkundungstrieb
  • Meiden bestimmter Orte/Räume
  • Veränderte Gewohnheiten beim Schlafen (neuer Ort, oft erhöht und zurückgezogen)
  • Vermehrte Lautäußerungen (Miauen, Fauchen, Knurren)
  • Defensive Aggression
  • Veränderte Fressgewohnheiten (gesteigerte Nahrungsaufnahme)
  • Erbrechen
  • Übermäßiges Putzen
  • Flache Ohrhaltung
  • Erweiterte Pupillen

Sollten Sie entsprechende Symptome bei Ihren Haustieren entdecken, stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.

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Verhalten: Unsauberkeit bei Katzen https://vet-team-pottenstein.at/unsauberkeit-bei-katzen/ Tue, 05 Dec 2017 14:06:15 +0000 http://vet-team-pottenstein.at/wp/?p=249 Toilettenbenutzungstraining Neben Mängeln am Katzenkistl kann mangelhaftes Training der Katze zur Benutzung der Toilette eine weitere Ursache für unerwünschten Kot- und Harnabsatz […]

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Toilettenbenutzungstraining

Neben Mängeln am Katzenkistl kann mangelhaftes Training der Katze zur Benutzung der Toilette eine weitere Ursache für unerwünschten Kot- und Harnabsatz im Haus oder in der Wohnung sein.

Als Therapiemaßnahme sollte die Toilettenbenutzung positiv verstärkt werden. Alle ein bis zwei Stunden und kurz nach dem Trinken und Fressen wird die Katze zur Toilette gelockt oder getragen und unter freundlichem Zuspruch in diese hinein gesetzt.

Die Vorderpfote wird ergriffen und in der Einstreu gescharrt, der Bauch vom Brustbein bis zum Becken mit dem Zeigefinger massiert. Bleibt die Katze in der Toilette, bzw. setzt sie Kot oder Harn ab, wird sie entsprechend gelobt.

Sucht die Katze nach der Toilette oder zeigt Unruhe, wird sie dort hin gebracht und wie oben erwähnt verfahren.

Bei jedem Erfolg muss die Katze überschwänglich gelobt und belohnt werden, nie jedoch bestraft, denn dadurch werden die Unsauberkeitsprobleme noch verstärkt. Jede neu in den Haushalt kommende Katze sollte prophylaktisch auf diese Weise trainiert werden, damit Unsauberkeitsproblemen von vornherein vorgebeugt wird.

Zeigt das Training keinen Erfolg, sollte die Katze für einige Tage in einen kleinen Raum (z.B. Bad) gesperrt werden, in welchem nur Raum genug für ihren Schlafplatz, den Futter- oder Trinknapf sowie die Katzentoiletten (zwei) ist. Erst nach drei bis vier Tagen erfolgreicher Toilettenbenutzung soll die Katze aus dem Zimmer gelassen werden.

Mehrkatzenhaushalte

Die goldene Regel für die Anzahl der Katzenkistel: Zahl der Katzen plus eins………….

Toilettenansprüche

Verunreinigungs- oder Unsauberkeitsprobleme sind bei Katzen die häufigsten Verhaltensprobleme – durch die damit verbundenen Gerüche sind es auch die unangenehmsten.

Im Mittelpunkt aller Bemühungen rund um dieses Thema steht das „Katzenkistl“

Das Kistl – die Idealvorstellungen

Katzen harnen und koten nie in der Nähe von Schlaf- und Fressplätzen.
Die Anzahl der Toiletten sollte mindestens eine mehr betragen, als Katzen im Haushalt sind, d.h. bei einer Katze zwei Klos, getrennt für Kot- und Harnabsatz. Bei mehreren Etagen sollte in jedem Stockwerk und auch im Keller eine Toilette vorhanden sein. Freilaufkatzen, die sich gelegentlich im Haus aufhalten, brauchen dort ebenfalls eine Toilette.

Der Platz, an dem die Katzentoiletten stehen, sollte ruhig und gut zu lüften sein. Oft mögen Katzen die fensterlosen, durch Ventilatoren belüfteten Toilettenräume unsererseits nicht. Auch die Küche, oder ein Raum, in dem Futter aufbewahrt wird, ist nicht geeignet.

Die Katze sollte immer freien Zugang zu ihrem Klo haben – offene Tür oder Katzenklappe. Daher sind auch Balkone für die Katzentoilette nicht immer geeignet, denn sie müssten ständig zugänglich sein. Meist ist es auf dem Balkon für die Katze auch zu interessant, um in Ruhe zu pinkeln, Blumenkästen verleiten Katzen häufig zur Zweckentfremdung.

Die Grundfläche der Toilette sollte mindestens 30 x 40 cm betragen. Die Toilettenränder sollten mindestens 20 bis 25 cm hoch sein, damit die Katze im Stehen nicht über den Toilettenrand harnen kann. Der Urinabsatz erfolgt zwar im Hocken, aber zum Schluss hebt fast jede Katze ihr Hinterteil langsam an. Ältere Katzen hocken sich häufig gar nicht mehr ganz hin, wodurch ebenfalls die Gefahr besteht, dass der Urin bei zu niedrigen Rändern darüber geht.
Über der Katzentoilette sollte ein Freiraum sein, sodass die Katze aufrecht stehen kann und keine Handtücher oder Vorhänge über sich hängen hat. Auch die Abflussgeräusche eines Waschbeckens oder der Lärm einer Waschmaschine können auf Katzen störend wirken.

Die Toilette sollte kein Dach und keine Ein- und Ausgänge mit Türen besitzen. Viele Katzen fühlen sich dadurch eingeengt, auch der Geruch hält sich zu lange.
Die Einstreu sollte mindestens 4 cm hoch eingestreut sein, eine gute Saugfähigkeit besitzen und keine spitzen oder scharfen Kanten aufweisen, um Verletzungen der Pfoten zu vermeiden. Wohnungskatzen haben empfindliche Ballen als Freilaufkatzen.
Bei der Einstreu sollte immer das gleiche, gewohnte Fabrikat verwendet werden, ohne Deodorantzusätze.
Keine Katze möchte beim Betreten ihrer Toilette oder beim Scharren nasse Pfoten bekommen. Toiletten ohne Einstreu werden daher oft nicht angenommen, Zeitungs- oder Papierschnitzel werden rasch feucht und riechen unangenehm. Auch kompostierbare Stroheinstreu ist ungeeignet.

Die Einstreu muss regelmäßig mindestens zweimal pro Woche vollständig gewechselt werden, nicht nur der verschmutzte Anteil.

Zur Reinigung der Toilette sollten keine ammoniakhaltigen Mittel Verwendung finden, da diese ähnlich wie Katzenurin riechen – ein möglicher Grund, die Toilette zu meiden. Generell sollten scharfe, stark riechende Reinigungsmittel vermieden werden, meist reichen heißes Wasser, eine Bürste und geruchsfreie Neutralseife.
Zur Beseitigung von Kalk- und Geruchsresten bietet sich Essigwasser an. Kalk bindet Gerüche länger und hält Katzen von der Benützung ihrer Toiletten ab .

Reinigung von markierten Flächen

Die von Katzen markierten Flächen müssen gründlich gesäubert werden. Zunächst werden sie mit Neutralseife und heißem Wasser abgewaschen und nach dem Trocknen mit 70% Alkohol eingesprüht.. Danach wieder trocknen lassen.

Dann wird Trockenfutter auf oder vor diese Stellen gelegt. Keine Katze uriniert auf Stellen, auf denen Futter liegt, das sie mag. Zusätzlich wird täglich über einen Zeitraum von 4 Wochen Feliway auf diese Stellen gesprüht, bevor das Trockenfutter ausgelegt wird.

Nach diesen 4 Wochen wird nur noch jeden 2. Tag Feliway gesprüht, es muß aber dafür gesorgt werden, dass immer Trockenfutter auf den Stellen liegt.

Nach 8 Wochen wird der Zeitabstand für das Versprühen von Feliway auf jeden 3. Tag und im weitern Verlauf alle 14 Tage um einen Tag erhöht, bis ein Wochenrhythmus erreicht ist.

Die verunreinigten Stellen sollen über mindestens 8 Monate wöchentlich mit Feliway eingesprüht werden. Die Verwendung von Feliway imitiert das Markieren durch Köpfchengeben von Katzen, der Geruch hat außerdem eine friedlich stimmende Wirkung. Wenige Katzen urinieren auf Stellen, wo andere mit ihrem Kopf eine Geruchsbotschaft hinterlassen haben, sie reiben dagegen meist ebenfalls ihren Kopf daran.

Wichtig ist, dass Feliway auf vorher gründlichst gereinigte Flächen gesprüht wird.

mehr zu Feliway:

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Verhalten: Rangeinweisung für Hunde https://vet-team-pottenstein.at/rangeinweisung-fuer-hunde/ Tue, 05 Dec 2017 13:59:11 +0000 http://vet-team-pottenstein.at/wp/?p=244 Vorrechte des Rudelführers Essen Immer als Erster Immer das Beste Nie teilen Platz Beste Platzwahl, Tabu für alle anderen Freie Platzwahl – […]

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Vorrechte des Rudelführers

Essen

  • Immer als Erster
  • Immer das Beste
  • Nie teilen

Platz

  • Beste Platzwahl, Tabu für alle anderen
  • Freie Platzwahl – alle anderen müssen gehen

Aktivität

  • Immer die Initiative
  • Immer Sieger im Spiel

Führung

  • Immer Vortritt

Aus diesen Vorrechten für den BIG BOSS leiten sich folgende Gebote ab:

1. Hund bekommt sein Futter als letzter

2. Hund bekommt kein Essen vom Tisch

3. Hund hält sich nicht im Bett auf

4. Besitzer dürfen Hundeplatz mitbenützen

5. Hund darf nicht auf Möbeln des Besitzers sein

6. Hundeplatz mit Abstand zum Besitzer

7. Hund darf nicht zu Spiel auffordern, Körperkontakt oder Beachtung fordern

8. Sieger im Spiel ist nie der Hund – Spielobjekte wegräumen

9. Keine Grobheiten oder körperlichen Übergriffe im Spiel – sofortiger Abbruch

10. Tägliche Körperpflege – ob nötig oder nicht

11. Vortritt bei Türen und ähnlichen Durchgängen

12. Hund geht immer aus dem Weg

13. Tempo und Richtung beim Spazierengehen bestimmt Besitzer

14. Nie Hund und Kinder alleine lassen

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Verhalten: Kind und Hund https://vet-team-pottenstein.at/kind-und-hund/ Tue, 05 Dec 2017 13:44:45 +0000 http://vet-team-pottenstein.at/wp/?p=231   Hund ist da – Kind kommt – was tun? Mindestens 70 % aller Bissverletzungen werden durch den eigenen oder einen nahe […]

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Hund ist da – Kind kommt – was tun?
Mindestens 70 % aller Bissverletzungen werden durch den eigenen oder einen nahe bekannten Hund hervorgerufen. So positiv der Einfluss von Hunden auf das Sozialverhalten und die Kommunikationsfähigkeit von Kindern ist, so schwierig kann die Beziehung Kind-Hund werden. Das gilt ganz besonders für Hunde, die ihren Rang nicht eindeutig kennen oder anerkennen und mangelhaft sozialisiert sind.

Rangordnung
Hunde sind Rudeltiere. Verwilderte Hunde kehren zu der Lebensform zurück, nach der ihre unmittelbaren Vorfahren, die Wölfe, seit Jahrtausenden leben. Das Wolfsrudel ist streng hierarchisch gegliedert. Durch ein kompliziertes System von Dominanz – und Unterwerfungsgesten werden kraftraubende Rangkämpfe auf ein Minimum reduziert. Der Rudelführer hat eine Reihe von Rechten, die nur ihm allein zustehen.

 

Für unsere Hunde bildet die Familie, in der sie leben, das Ersatzrudel. Auch das Ersatzrudel funktioniert aus der Sicht des Hund

 

es nach hierarchischen Regeln. Soll das Zusammenleben problemlos verlaufen, muss der Hund das rangniedrigste Mitglied seines Rudels sein. Rechte wie die besten Liegeplätze (Sofa, Bett) oder erste bei der Nahrungsaufnahme zu sein, stehen den ranghöheren Mitgliedern des Rudels zu – dazu gehören auch die Kinder. Kinder werden aber in aller Regel von Hunden in der RO als rangniedrig eingestuft.

Sozialisation
Der Welpe sollte in seiner Prägungsphase mit allen Dingen Kontakt haben, mit denen er im Laufe seines späteren Lebens zu tun haben wird. Dazu gehört ein Besuch in der Stammkneipe ebenso wie eben der Umgang mit Kindern aller Altersgruppen.
Welpen, die ohne Kontakt v.a. mit Kleinkindern aufwachsen, werden als erwachsene Hunde Kindern eher kritisch gegenüberstehen.

 

Vorsichtsmaßnahmen
Frühzeitig mit Vorbereitungen beginnen!
Kritische Überprüfung der Rangordnung (siehe oben): Sollte klar sein, wenn Kind da ist
Etablierung von sogenannten Tabuzonen : Kinderzimmer…….
Distanztraining

Distanztraining

 

Für Hunde, die sehr an ihren Besitzern kleben (Satellitenhunde) unbedingt Distanztraining machen, d.h. zwischen Mensch und Hund muss sowohl real als auch virtuell so viel Raum sein, dass noch andere Leerplätze für Kinder und andere Familienmitglieder frei sind. Je näher der Hund beim Rudelführer liegt, desto höher ist sein Rang.

 

Eifersuchtsprobleme
Sog. Eifersuchtsprobleme entstehen v.a. dann, wenn zwischen BesitzerIn und Hund keine Rangordnungslücke besteht, denn dann wird vom Kind kein leerer Raum besetzt , sondern es drängt sich effektiv zwischen Hund und BesitzerIn. Durch die massive Beanspruchung durch das Baby bleibt für den Hund vorübergehend weniger Zeit. Für rangniedrige Hunde entsteht dadurch kein ernsthaftes Problem. Im Gegensatz dazu stehen Hunde, die ihren hohen Rang sehr ernst nehmen.
Ein besonders großer Fehler ergibt sich aus folgendem, eigentlich logischen Verhalten:

  1. Ist das Baby versorgt und schläft friedlich, ist Zeit, das schlechte Gewissen zu tilgen und sich ausreichend dem Hund zuzuwenden.
  2. Der Hund zieht folgende Schlüsse: ist das Kind wach, habe ich Auszeit: kein Mensch kümmert sich um mich.
  3. Schläft es – high life wie in alten Zeiten.
  4. Das Kind wird somit als Negativfaktor verknüpft, Aggression ist die Folge. Diese Aggression kann sich je nach Hundetyp entweder nach innen (z.B. Leckdermatitis) oder nach außen richten.
  5. In diesem Fall wird der Hund versuchen, das Kind zumindest zu verdrängen, wenn nicht zu bedrohen.

Lösungsansatz
Wichtig ist, eine positive Verknüpfung mit dem Kind herstellen. Der Hund darf bei der Versorgung des Kindes anwesend sein und bekommt Aufmerksamkeit. Oder er bekommt Futter, wenn das Kind gefüttert wird und lernt so das Baby als Ursache angenehmer Dinge kennen. Wenn das Kind schläft, hat der Hund Auszeit und wird nicht beachtet.

Alter Hund – Kleines Kind
Diese Konstellation ist die schwierigste, da die Toleranz des Hundes im Alter durch Schmerz und/oder eingeschränkte Sinne erheblich nachlassen kann. In diesem Fall empfiehlt es sich, dem Hund einen Freiraum zu schaffen, der als Tabuzone für das Kind gilt. Das Kind muss und kann lernen, dass der Hund zu respektieren ist. Auch wenn ein guter „Kinderhund“ in der Regel aufsteht und geht, wenn´s zuviel wird, ist das nicht mit 100% Sicherheit vorauszusetzen.
Deshalb: Hund und Kind niemals ohne Aufsicht!
Auch wenn das im Alltag nicht immer realistisch und durchführbar ist sollte dieser Grundssatz nach Möglichkeit beachtet werden.

 

 

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