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Sylvester 5 – Medikamente

In Bezug auf Medikation gibt es im  Wesentlichen 2 Therapieansätze – die Verwendung dauerhafter oder akut angstlösender Medikamente.

Für Sylvester maßgeblich ist die akute angstlösende Medikation, das Medikament wird nur rund um den Jahreswechsel gegeben.

Es gibt mit SILEO ein relativ neues, sehr sicheres  Medikament, das  speziell für die Geräuschangst entwickelt wurde. Als Gel verarbeitet, wird es über die Backenschleimhaut aufgenommen und wirkt angstlindernd, ohne zu sedieren. Der Hund bleibt vollkommen aufnahmefähig, daher eignet sich dieses Präparat auch dazu, den Hund beim  Training gegen Geräuschangst zu unterstützen.

Sileo sollte verabreicht werden, sobald der Hund Anzeichen von Angst zeigt, oder typisch angstauslösende Geräusche auftreten oder erwartet werden. Nach 15 – 60 Minuten erreicht SILEO die volle Wirksamkeit, die Wirkung hält ca 2- 3 Stunden an, je nach Hund und dessen Stoffwechsel. Bei Bedarf – länger anhaltendem Lärm zu Sylvester zum Beispiel – kann die Dosis bis zu 5 x im Abstand von jeweils mindestens 2 Stunden gegeben werden. Wichtig ist, das Gel auf die Mundschleimhaut – zwischen Lefze und Zahnfleisch – aufzutragen, der Hund soll nicht abschlucken, um die volle Wirksamkeit zu garantieren.

BITTE VORBESTELLEN – um eventuelle Engpässe zu vermeiden.

Weiters verwenden wir ein „Benzodiazepin“ – vielen unserer TierbesitzerInnen bereits bekannt. Die Dosierung ist hier individuell anzupassen, da Hunde auf dieses Medikament unterschiedlich reagieren, entsprechend ist  auch die Wirkdauer mit 6 – 12 Stunden sehr unterschiedlich.  Sinnvoll ist, bereits im Vorfeld die passende Dosierung für den Hund zu finden. Wir beginnen mit der Medikation am 30.12. abends und empfehlen die letzte Dosierung am 1.1. morgens.

Zusätzlich können Adaptil oder Nahrungsergänzungsmittel in höherer Dosis gegeben werden – wenn nicht schon längerfristig damit begonnen wurde .

Dauerhaft angstlösende Medikation empfiehlt sich vor allem bei generalisierter Ängstlichkeit und  umfassender Geräuschphobie, kombiniert mit Verhaltenstherapie.

Foto: Pixabay