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Wenn alte Katzen nicht fressen wollen… gibt es was Neues!

NEU NEU NEU – und sehnsüchtig erwartet!

Ein bislang als sprichwörtlich bittere Pille bekanntes Medikament zur Appetitanregung – wirksam, aber grauslich, ist jetzt als Salbe für die Ohrmuschel erhältlich.

Wenn eine alte Katze die Nahrungsaufnahme ganz oder teilweise verweigert, besteht Grund zu ernsthafter Sorge. Katzen tolerieren Hungerphasen viel schlechter als Hunde und auch Menschen, da die Aufrechterhaltung des Blutzuckers in Hungerzeiten aus Muskeleiweiß erfolgt. Rapider Abbau an Muskelmasse ist ein prognostisch schlechtes Zeichen und wird als Hinweis für eine verkürzte Lebensdauer angesehen.

Es wird zwischen verminderten Nahrungsaufnahme, vollständiger Nahrungsverweigerung und Futteraversion unterschieden.

Eine Futteraversion ist häufig bei Leber- oder Nierenerkrankungen  zu beobachten: Der Geruch und Anblick des gewohnten Futter scheint der Katze Übelkeit zu verursachen,  sie wendet sich ab, speichelt etc.  Nach Behandlung der Ursache ist die Umstellung auf eine Nahrung mit völlig anderem Aroma erforderlich, um die Katze möglichst wenig an das alte, abgelehnte  Futter zu erinnern.

Medizinische Hauptursachen  sind die erwähnten  Leber – und Nierenerkrankungen, chronische Entzündungen der Bauchspeicheldrüse, seltener als man annehmen könnte –  Zahnprobleme, Schmerzen z B durch Gelenksentzündungen, aber auch Erkältungskrankheiten, die durch Geruchs-und Geschmackseinschränkungen die Motivation zur Futteraufnahme massiv vermindern können.

Da die Futterverweigerung durch die Fettleber der übergewichtigen Katze zum Beispiel ohne Therapie  zum Tod des Tieres führen kann, ist medizinische Abklärung absolut  notwendig.

Nach  Behandlung der Grundkrankheit wird durch entsprechende Diät, Medikation und diverse Tricks bei der Fütterung versucht, die spontane Futteraufnahme wieder herzustellen und den Gewichtsverlust zu stoppen. Helfende Medikamente können in Tablettenform alle 3 Tage eingenommen werden – wenn die Katze mitspielt.

Temperiertes Feuchtfutter wird gerne angenommen, manchmal hilft das Öl von Fischfutterdosen, Schinken, manche Katzen lassen sich gerne bekochen – der Phantasie in der Katzen-Gourmetküche sind wenig Grenzen gesetzt, wenn es darum geht, die Katze zum Fressen zu bewegen.

Foto: Pixabay